Unter Freunden

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Altenjagen 13. Efferd 1040

„ Ich hoffe es gibt Welpen, Solivai schwört darauf, dass es kein besseres Essen gibt, nun bin ich adlig und ich hatte noch immer keine Welpen..., grummelte Falk während er neben Lydmilla durch Altenjagen ritt. Sie waren auf dem Weg nach Luchsenau, die dortige Ritterin konnte es gar nicht erwarten Lydmillas Bruder kennenzulernen, wenn man ihrem Brief trauen durfte. „Es gibt keine Welpen und wage es nicht die Hausherrin dort darauf anzusprechen. Hunde sind nicht zum Essen da!“ Hielt Lydmilla ihren Halbbruder an.

„Du willst dich doch nur wieder über mich lustig machen, du verfluchter Luchs“ , dachte Lydmilla, während sie sich fragte warum sie überhaupt mit Emer befreundet war. Seitdem sie zusammen im Heerbann gegen Haffax gekämpft hatten verband Sie und Emer eine Hass-Liebe, beide versuchten ständig den jeweils anderen zu übertrumpfen. Wer hat das schönere Schwert, das schönere Kleid, wessen Pferd ist schneller. Erst letztes Jahr hatte Emer einen klaren Sieg errungen, als sie Lydmilla stolz ihre Tochter Durindanya vorhielt, eine Gnade, die der Bratzensteinerin bis heute nicht gestattet war. Und jetzt musste sie Falk vorstellen, der zwar in den Waffen mehr als passabel war, aber seine Manieren scheinbar im Viehstall erlernt hatte. Ihr graute es vor der Begegnung.

Am frühen Abend trafen Sie auf Schloss Luchsenau ein. Emer erwartete Sie schon, demonstrativ in einem schönen Kleid und mit der Tochter auf dem Arm. Neben ihr, ihr Gatte Rondrian, der so aussah, als hätte er sich noch mehr als sonst herausputzen müssen.

„Lydmilla, meine Liebe, es ist so schön Euch zu sehen,“ sagte Emer, „ Ah und das muss Falk sein, ich habe schon so viel von Euch gehört und wie ihr Euch bemüht habt euch herauszuputzen, ich fühle mich geehrt.“ Der Sarkasmus in Ihrer Stimme war kaum zu überhören, besonders nicht mit dem abfälligen Grinsen, welches sie Lydmilla zuwarf. „ Kommt, das Essen ist schon fast fertig, Ich habe nur für euch die besten Tiere der des Umlandes herbringen lassen“, fordete Emer die beiden Bratzensteiner auf. „ Ich freue mich schon auf die W...,Wachteln, ich freue mich auf Wachteln ,“sagte Falk stammelnd. Er schien sich an Lydmillas Worte erinnert zu haben und Lydmillas eisiger Blick wich von Ihm. Emer runtzelte die Stirn: „Wie Ihr meint Falk“.

Lydmilla versuchte sich mit Emer zu unterhalten und Ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, doch Ihre beiden Blicke wanderten Immer wieder zu Falk, der immer wieder aufs neue einen Becher Bier bestellte und auch nicht vor dem Hochprozentigen Halt machte. Die Wachteln packte er mit seinen riesigen Pranken und ignorierte das Besteck völlig. Es verschlang die Wachteln mit einer Geschwindigkeit, die einen in Erstaunen versetzen konnte, nur nicht Lydmilla. Ihr Gesicht war rot vor Scham. Nach jedem getrunkenem Bier stieß er laut auf und auch die Gesäße der jungen Bediensteten waren nicht vor Ihm sicher. Selbst Emer schien nicht damit gerechnet zu haben wie schlimm Falk war und Ihre Arroganz schien dem Mitleid für Lydmilla zu weichen. Der Höhepunkt des Abends war, als Falks Kopf volltrunken auf dem Tisch einschlug und die Weinbecher zum Beben brachte. Es war nun still in der Halle geworden, nur vereinzeltes Schnarchen von Falk war zu hören. Emer wandte sich zu Lydmilla „ Es war ein … schöner Abend Lydmilla, Ihr dürft gerne noch bis morgen früh hier bleiben, ich lasse Zimmer für euch herrichten.“ „ Das wird nicht nötig sein meine Beste, bindet ihn einfach auf sein Pferd, ich werde mich morgen früh um Ihn kümmern,“ entgegnete Lydmilla „ danach wird Jesco viel Spaß mit Ihm haben, er hat ihn angeschleppt und er wird ihm Manieren beibringen und sei es das Letzte was er tut.“