Tsas Tränen - Ansprache im Luringer Turmzimmer

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25. Boron 1030 BF, Beratungszimmer in Alderans Turm auf Burg Luringen


Anwesende:



Odo (ernst): Jetzt, da alle anwesend sind, können wir beginnen. Die folgende Angelegenheit ist von äußerster Dringlichkeit und duldet keinen Aufschub. Die Anwesenden sind auf die Anweisung des Grafen höchstselber herbeibeordert und genießen das volle Vertrauen Seiner Hochwohlgeboren. Kein Wort dieses Gesprächs wird dieses Turmzimmer verlassen.

Raulbrin: Im Namen Praios! Zum Wohle! (führt einen Weinkelch an die Lippen)

Odo (mit Stirnrunzeln): Ich übergebe das Wort an Seine Hochgeboren von Windischgrütz. Bitte fasst Euch kurz und beschränkt Euch auf das Wesentliche Eures Berichts!

Bodebert: Habt Dank, im Namen der Zwölfe. Ich stehe hier im Auftrag Seiner Hochwohlgeboren Luidor von Hartsteen, der mich bat unsere Reichsforster Brüder und Schwestern bei einer zwölfgöttergefälligen Queste zu unterstützen.

Raulbrin: Heilig! Prost! (führt erneut den Weinkelch an die Lippen)

Odo (leise verhalten): Bruder Raulbrin, bitte!

Bodebert: Ja. Ähm. Nun, die Tage des finsteren Überfalls der schwarzen Horden des Galottas und der Warunkei jähren sich im nächsten Frühjahr zum dritten Male und noch immer sind nicht alle Spuren der Finsternis aus dem Goldenen Herzen des Reiches getilgt. Die Wehrheimer Lande, die man im Volke nun Wildermarken nennt, werden beherrscht von Raubrittern und anderem Gesindel.

Odo (ruhig):Hochgeboren, kommt bitte zum Punkt.

Bodebert: Ja. Auch Unser geliebtes Garetien ist nicht gefeit gegen die schwarze Frucht des Verderbens aus dem Osten! Der Norden der Grafschaft, aus welcher ich und mein Geschlecht stammen, leidet unter dem Geschwür der Schwarzen Landen. Mit eigenen Augen wurde ich der Schrecken ansichtig, die dort die unschuldigen Bauern und aufrechten Bürger terrorisieren.

Odo (mit leicht gehobenen Ton): Hochgeboren, bitte zum Punkt.

Bodebert: Die Stadt Appelhof, in den nördlichen Ausläufern des mächtigen Feidewaldes gelegen, wurde von Schwarzmagiern und Dämonenpaktierern genommen und besetzt. Sie schinden die Bevölkerung mit erniedrigenden Arbeiten und schrecken selbst nicht davor zurück, Alte, Kranke und Kinder in unsichere Stollen wie Zwerge unter die Erde zu schicken. Mit eigenen Augen sah ich dutzende Tote, die von unbändigen Söldlingen zu Tode getrieben wurden.

Raulbrin: Ein Frevel wider das Heilige Pantheon ist dies und muss getilgt werden! Der Götterfürst duldet dergleichen nicht unter seinem gestrengen Auge!

Bodebert: Mein Lehnsherr Luidor von Hartsteen bittet nun also die tapferen Reichsforster Ritter, ihm bei einer Unternehmung wider das Dämengezücht zu unterstützen. Der ewige Dank des Hartsteener Volk und die Verbundenheit des Hartsteener Adels wird dem Reichsforst sicher sein.

Odo (ernst): Und Seine Hochwohlgeboren hat entschlossen, diese Unternehmung mit allen Kräften zu unterstützen.

Erlgard: Hochgeboren, Ihr erwähntet das Vorhandensein von dämonischen Präsenzen. Bitte führt doch weiter aus, welche Erkenntnisse Ihr darüber habt sammeln können.

Bodebert: Wir wurden Dämonenfratzen ansichtig, die uns die Eingeweide im Leib erfrieren ließen. Über der Stadt bemerkten wir Wesenheiten, die wie geflügelte Schlangen aussahen. Und letztlich sahen wir beflügelte Augen umherschwirren.

Erlgard: Braggui. Karakilim. Gotongi. Das scheint mir tatsächlich auf mannigfaltige Daimonologie hinzuweisen.

Raulbrin: Die Unternehmung wird natürlich im Schutze des strahlenden Götterfürsten erfolgen, begleitet von Seinen Geweihten und ihren Gebeten.

Bodebert: Auch werden Geweihte der gütigen Mutter Travia aus Rommilys den Zug begleiten, um das heilige Herdfeuer der Stadt wieder zu entfachen.

Raulbrin: Oh. Schön! Da ist also auch für gute Verköstigung der Unternehmung gesorgt!

Odo (kopfschüttelnd, leise): Diese Eberstamms… (laut und streng) Reichsforst wird nicht untätig daneben stehen und zusehen, wie seine Bündnispartner unter Dämonen und Zauberern aus den Schwarzen Landen leiden. Es ergeht daher an die hier anwesenden Ritter, sowie an ein weiteres Dutzend Ritter in Reichsforst, der Heerbann des Grafen. Ein jeder habe sich zum Frühjahr für den Feldzug zu rüsten! Den Oberbefehl für die Reichsforster Truppen wird Hochgeboren Raulfried von Schwarztannen erhalten, der wiederum direkt dem Oberbefehl von Seiner Hochgeboren von Windischgrütz untersteht. In allen Belangen, die die Reichsforster Truppen betreffen, wird Schwarztannen Weisungsbefugnis haben und der Unternehmung als treuer Ratgeber in Taktik und Kreigsführung beistehen. Die anderen hier anwesenden Ritter stehen damit bis auf weiteres unter dem direkten Befehl von Schwarztannen. Der Grafenhof wird großzügig bei der Rüstung und Proviantierung unterstützen, wo dies notwendig ist. Möge Uns Rondra beistehen! Abtreten!