Streben nach Höherem - Die Krone des Bären

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Die Anerkennung Graf Geismars war Treumunde sicher, doch das Volk und auch der Adel schien nicht sonderlich erfreut von der Ankunft der Neuen zu sein.

Das Volk erfreute sich zumindest der Vertreibung einiger herumziehender Plünderer, auch wenn Treumundes Verbündete nun Ansprüche an Nahrung und Liestungen stellten.

Der Adel Bärenaus machte Treumunde mehr Bauchschmerzen. Was müsste sie tun, damit ihr mehr Akzeptanz winken würde.

Natürlich... blitzte es in ihren Gedanken auf - Die Krone. Sie hätte neben der Anerkennung einen Grafenanwärters auch die Insignie. Da die Krone hier am Stammsitz der Familie Bärenau nach dem Tod Branders ihren Platz hatte, konnte nur einer diese in seinem Besitz haben, dieser Answinist und verutreilte Flüchtling Gerwulf von Bärenau.

Treumunde entschloss sich eine kleine, aber schlagfertige Truppe unter Hauptmann Darian Hinterfelder zusammenzustellen.

Die Personen dieser Einheit waren so normal Bürgerlich, dass es ihnen keine Schwierigkeiten bereiten würde, die Stadt Bärenau betreten zu können.

Im Inneren Ring der Stadt angekommen begannen sie ihre Suche nach dem Aufenthaltsort Gerwulfs, sie streiften umher und versuchten jeden Wortfetzen der ihnen helfen konnte aufzunehmen.

Darian und seine Mannen, die als normale reisen Wirtsleute und Brauer reisten, was sie auch ausübten wenn sie nicht zu einem Kriegszug gezogen wurden, wandelten unentdeckt in der Stadt umher.

Es war ihnen sogar möglich eines ihrer mitgebrachten Bierfässer zu einem guten Preis an die Garde Gerwulfs zu verkaufen, was Darian sehr schmerzte da er sich sehr darauf freute dieses an einem kühlen Abend vor dem Kamin genüsslich zu trinken.

Es dauerte einen halben Tag bis in ihre Ohren drang, wo sich der Alt-Baron seit einiger Zeit, seit dem sie ihn vertrieben hatten dachte Darian mit einem Lächeln, aufhalten sollte. Gerwulf von Bärenau hatte den verwaisten, beschädigten und ehemals prachtvollen Praiostempel als seine Unterkunft gewählt.

Den Recken um Darian wurde es mulmig, einbrechen in einen Praiostempel war nicht gerade an der Tagesordnung und für einen götterfürchtigen Menschen eigentlich Tabu. Doch mit einiger Überredungskunst konnte der Hauptmann sie davon überzeugen, dass Gerwulf ein verurteilter Verbrecher sei und nicht im Praistempel, sonder auf der Feste Rulat zu sein habe und somit wäre es nur rechtens diese Krone auch von diesem Ort zu entwenden.

Zu Phexens Stund schlichen die drei durch die zerstörte Tempelanlage, immer auf der Hut endeckt zu werden. Dann war die Zeit gekommen, in denen sie sich den Gemächern Gerwulfs näherten. Die Sicherheitsvorkehrungen waren nicht sonderlich groß, was Darian sehr wunderte. Dennoch folgte die Erklärung postwendend, als er um eine Ecke schlich und sein "geliebtes" Bierfass fast völlig leer wiederfand. Diese Banausen, dachte Darian, wie kann man so ein gutes Bier für ein solches Besäufnis nutzen... Hartsteener... keine Ahnung von dem flüssigen gelben Gold!

Ihr Weg führte sie vor eine große, schwere Eichentür hinter dieser einst mal die Gemächer des Tempelvorstehers lagen. Als nach außen ein dröhnendes Schnarchen drang, beschlossen sie die Tür zu öffnen. Sie erblickten einen alten Mann der in seinem Bett vor sich hinsägte, sein Wappenrock, seine Rüstung, seine Bewaffnung und Phex war ihnen wirklich hold seine Krone lagen im Regal des Raumes. Freudetaumelnd nahm Darian Hinterfelder diese an sich, steckte sie in einen Leinensack und fluchs machten sie kehrt um schnellstmöglich zur Burg zurückzukehren.

In seinen Gedanken malte sich Darian aus, wie man ihn, ob dieser Tat beschenken würde... großartig, da konnte er sogar für einen Moment sein leeres Bierfass vergessen.

Es war ein leichtes diese Stadt zu verlassen, war die Stadtmauer doch an vielen Stellen löchrig und keinesfalls konnte dieser von Bärenau so viele Soldaten aufbringen um jedes dieser Löcher stopfen zu können. Voller guter Laune folgten sie der Straße gen Norden, in den Wald, überquerten den Fluß und erreichten am frühen Morgen die Burg.

Angespannt erwarteten Treumunde und ihr Gatte Lahor Darian und seine Mannen im Rittersaal. Mit breiter Brust trat Darian hervor und präsentierte Stolz den Leinensack mit den Worten: "Hier Euer Hochgeboren, Eure Krone". Seine Hand griff in den Sack und mit Schrecken musste er feststellen, dass dieser ein Loch hatte. Darian lief rot an und begann halb zu schreien und zu weinen "Das,das,das darf nicht wahr sein, sie ist weg, sie,sie,sie das kann nicht sein. Ich,ich,ich, wir,wir,wir haben sie doch gehabt" stammelte er und ließ sich zu Boden sinken.