Spenden für die Ostmarken - Andere Saiten III

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Baronie Sebarin, Tsa 1040 BF

Das Wehrschloß verließen Selo und sein Gefolge deutlich schlechter gestimmt als die Hallen Herdentors. Der Baron von Sebarin hatte tatsächlich keinen Hehl daraus gemacht, dass er für solcherlei Sperenzien – das Wort raulsch hatte er dabei allerdings nicht benutzt – nichts übrig hatte.
Irgendwelchen Tobriern oder Ostmärkern und wem auch immer mit dem Lohn der harten Arbeit seiner Vasallen unter die die Arme zu greifen hielt er für absurd und entgegenlaufend der Aufgabe seiner Schutzbefohlenen gegenüber. Und schon gar nicht wenn ein Martok von Brendiltal dort mitmischte und man mit ihm auf gut Freund machte. Tobrier oder Ostmärker in seinen Landen würde er allerdings auch ganz sicher nicht in die verkommene, verseuchte Heimat zurücksenden, dem letzten tobrischen Bittsteller der ihm dies befahl hatte er unter Hieben hinaus prügeln lassen.

Dies war ihnen zwar nicht wiederfahren, doch mehr als ständige Vertröstungen, Zornestiraden auf den nördlichen Nachbarn und Ablehnungen gefolgt von tulamidischer Gastfreundschaft und ebenjener Protzerei samt Weib, Wein und Angeberei, hatte es eben auch nicht gegeben. Und so musste man unverrichteter Dinge wieder abziehen und saß eben jetzt wieder auf dem Pferd in Richtung Haselhain.

Als sich ihnen eine Gruppe von Hinten näherte und man bereits wieder Schlimmes erwartete. Doch beim Näherkommen der Reiter konnte man alsbald das Banner des Junkertum Varintal erblicken.

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„So nähmt diesä Goldtaler als Zaichen mainäs Willäns, äs ist nicht viel, doch ich habä die Größä Eurer Auf’gabe ärkannt. Und dazu wärde ich nachdäm ihr die Grenze quert noch Gayers‘ruh, Rahjas‘hain, Neu Al‘Zul, Efferds- und Praiosblick aufzusuchän. Die dortigen edlen Herren könnten Eurem Gesuch nachkommän. Ihre Al’mosaen möchtä ich Euch nachraichän. Dän wär wie ich däm großän Kor huldigt muss auch die Größä aufbringän, die Wundän die sain wildäs Wesen schlägt wiedär zu schließän.“, Tar von Korbrunn überreichte der Delegation einen kleinen Beutel.

Selo hatte ihm darauf nur dankbar zugenickt und war samt Gefolge wieder von dannen geritten. ‚Ein edler wie auch gefährlicher Zug, sein Vater wird ihm dies nicht so leicht nachsehen sollte er davon Wind bekommen.‘, dachte siche der Alxertiser und gab den seinen das Zeichen weiter zu ziehen.

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Texte der Hauptreihe:
K41. Geißel
K50. Im Loch
K63. Andere Saiten III
K64. 2 Selos
21. Tsa 1040 BF
Andere Saiten III
Andere Saiten II

Kapitel 63

2 Selos
Autor: Jan