Spenden für die Ostmarken – Mitten im Mittwald I

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Schwanenweyher, Gräflich Silz, 2. Hesinde, Vormittags, 1040 BF:

Nachdem die waldsteiner Almosenmeisterin Yalinda von Lichtenhayn-Zweifelfels in Tannwirk mit dem dortigen Vogt zusammengetroffen war, war ihre nächste Station Gräflich Silz.

In Tannwirk hatte sich der kleinen Gruppe um die Peraine-Geweihte und der Ritterin Haldana von Wegfeld nun auch der Ritter Wahnfried von Altjachtern als Geleitschutz angeschlossen. So ritten die drei den Grafenpfad entlang, einen der wenigen Wege in Waldstein die in einem guten Zustand und ganzjährig passierbar waren. Hier schien der gräfliche Wegevogt gute Arbeit zu leisten. Am Schwanenweyher wenige Meilen vor Silz machten sie Rast. Vogt Alfing von Weiher und seine Schwester Tsaira öffneten bereitwillig die Pforten des kleinen, aber wehrhaften Gutes. Weitere Bewohner waren die Geweihte der milden Ifirn Aidara und Tsairas Tochter Ifirnja, die sichtlich froh über die Abwechselung war. Es war bereits bitterkalt geworden, ein wärmendes Feuer würde den unterkühlten Gliedern eine Wohntat sein. Der grimmige Firun begann das Land nun in seinen eisigen Griff zu nehmen. Feine Schneeflocken tänzelten in der Luft. Noch blieben sie nicht liegen, doch schon bald würde das Land in einen schneeweißen Mantel gehüllt sein. Das machte das Reisen in weiten Teilen Waldsteins so gut wie unmöglich. Yalinda verharrte einen Moment und schaute andächtig über den fast kreisrunden See. Wie zu jeder Jahreszeit tummelten sich hier eine Vielzahl von Schwänen, denn dieser See war der milden Ifirn heilig. Denn egal wie stark der grimmige Firun im Winter Eis und Schnee über das Land schickte, der See fror niemals zu. Als mahnendes Zeichen der Hoffnung, dass ein jeder noch so harter Winter einmal dem Frühling wird weichen müssen. Die Peraine-Geweihte war sichtlich ergriffen. Das Land, ihre Heimat, war voller Wunder. Nach einigen Momenten der Andacht wandte sie sich ihren Reisegefährten zu.

„Es ist Zeit, der Winter naht und wir haben noch eine große Aufgabe vor uns!“

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Burg Silz, Gräflich Silz, 2. Hesinde, Nachmittags, 1040 BF:

Burg Silz war ein außergewöhnlicher Bau. Es schmiegte sich an einen an drei Seiten schroff abfallenden Bergkegel unweit des Marktes gleichen Namens. Das im Stil der rohalischen Ornamentalistik erbaute Schloss wurde an viele Stellen durch elfische Kunst verschönert. Das Ergebnis war ein verspieltes Gebäude mit Ranken-, Rosen- und anderen Naturelementen. Yalinda fühlte sich wie in eine der alten Geschichten um den sagenumwobenen Elfenkönig zurückversetzt.

Landvogt Vallbart von Falkenwind empfing Yalinda in seiner Arbeitskammer. Die Gräfin war wie so oft irgendwo im Reichsforst unterwegs wie es hieß. Haldana und Wahnfried blieben beim Burgkommandant Alarion von Feenwasser in der gut beheizten Wachstube.

„Eure Gnaden, Ihr kommt mit einem hehren Anliegen“, begann der Landvogt mit ruhiger Stimme, „ Die Gräfin ist eurer Sache sehr zugetan, weiß sie doch wie keine zweite wie sehr das Land Heilung bedarf – sei es in den fernen Ostmarken oder aber hier auf unserer heimischen Scholle. Da sich die Gräfin nichts aus klingenden Münzen macht, kann ich Euch im Namen der gütigen Schwestern nicht viel geben, denn das Geld der Städte ist nicht das Mittel mit dem hier im Wald bezahlt wird.“

Vallbart reichte der Peraine-Geweihten zwei kleine Säckchen. „Möge dies zur Gesundung von Land und Leuten beitragen!“

„Das Reich wird jeder Gabe, sei sie auch noch so klein, nicht vergessen“, bedankte sich Yalinda, während Vallbart ihre ein Schreiben zuschob.

„Gebt das dem Kämmerer in Hirschfurt!“ Mit diesen Worten verabschiedete sich der Landvogt von der Geweihten.

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Texte der Hauptreihe:
K31. Mitten im Mittwald I
K41. Geißel
K50. Im Loch
K64. 2 Selos
Autor: Bega