Spenden für die Ostmarken – Mit dem Segen der Drei Schwestern

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Peraine-Tempel, Stadtteil Schlossviertel, Kaiserstadt Gareth, Ende Ingerimm 1040 BF:

Es war die erste Peraine-Stunde eines der letzten Tage des ausklingenden Ingerimm-Mondes, als Korgond gefällige acht hohe Herrschaften das schlichte Portal des garethischen Haupttempels der Peraine-Kirche durchschritten. Sie hatten die Insignien ihrer Herrschaft und ihres Standes abgelegt und waren in schlichten Gewändern in Grüntönen gekleidet, die hier und da mit silbernen Stickereien verziert waren.

Die sieben Männer und eine Frau vollzogen die rituellen Waschungen im Vorraum des eigentlichen Tempels an einem Brunnenquell. Anschließend betraten sie die wenig prunkvolle große Tempelhalle. Vor dem Altar, hinter dem ein Storchenrelief die Wand zierte, warteten bereits die Hüter der Saat Dimione und Rohalides, sowie der Abt des Dreschwesternordens, Throndwig von Bregelsaum.

Ein hünenhafter Mann mit langen, dunkelblonden und zu einem Pferdeschwanz zusammengebundenen Haar und rehbraunen Augen trat aus dem Kreise der Acht hervor und kniete vor den Geweihten und dem Abt nieder.

„Ehrwürdige Hüter der Saat, Hochwürden des Ordens der Drei guten Schwestern von den Feldern, wir, acht Männer und Frauen der großgaretischen Lande, erbitten stellvertretend für all die fleißigen Helfer um den Segen der gütigen Mutter. Auf das der Spendenzug der Peraine gefälligen Gaben die gebeutelten Ostmarken heil und unversehrt erreichen möge.“

„Die gebende Mutter Peraine sieht wohlwollend auf eurer unterfangen, denn es dient der Heilung der verderbten Lande und der verlorenen Seelen der Bewohner.“ Dimiones grüne Augen drangen tief in die des Hünen.

„Doch wer ist es, der den Schutz der Hüterin des Lebens begehrt?“ Der von den Zyklopeninseln stammende Rohalides überragte seinen Gegenüber gar noch an Größe, war aber von deutlich hagerer Statur.

„Mein Name ist Udalbert von Cletzau, Edler von Hohenfelden … .“ Die erhobene Hand von Throndwig von Bregelsaum ließ ihn umgehend verstummen. Der glatzköpfige, kleine, etwas untersetzt wirkende Abt des Dreischwesternordens sah Udalbert väterlich in die Augen. Mittlerweile hatte sich die Tempelhalle mit einigen Gläubigen gefüllt, die einen Halbkreis um die Acht bildeten.

„Mein Sohn, solcherlei ist für die gütige Mutter nicht von Belang.“ Der weit über 80 Götterläufe zählende ehemalige Markgraf von Warunk lächelte milde.

„So frage ich noch einmal“, erhob Rohalides noch einmal seine Stimme, „wer begehrt den Schutz der Hüterin des Lebens?“

„Der einfache Diener Udalbert, sowie meine Gefährten Oldebor, Reto, und Voltan aus der Leben spendenden Goldenen Au, Malepartus aus den Hängen des urtümlichen Raschtulswall, Serima aus den sturmumtosten Trollzacken, sowie Ardo und Leomar aus dem geheimnisvollen Mittwald.“

„So sei es, Bruder Udalbert aus der Goldenen Au“, sprach der greise Abt, „der Segen der gütigen Mutter ist mit dir und deinen Gefährten. Nehmt diese göttergefälligen, dreifach gesegneten 12 Apfelkerne, bringt sie in die zu heilenden Lande, auf das die verderbten Wunden heilen mögen. So möge eurem hehren Unterfangen Erfolg beschert sein und die Saat der Gebenden und Gütigen zum Wohlgefallen aller sprießen.“

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Texte der Hauptreihe:
K41. Geißel
K50. Im Loch
K64. 2 Selos
K71. Mit dem Segen der Drei Schwestern
Autor: Bega