Spenden für die Ostmarken – List ist eine Tugend

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Schloss Gerbaldsaue, Kaiserlich Gerbaldsmark, Ende Ingerimm 1040 BF:

Es herrschte geschäftiges Treiben am Gerbaldsmärker Hof. Der Reichsvogt war mit seinem Gefolge aus Korgond zurückgekehrt und schon bald würden die Almosenmeister mit den Wagenladungen der Spenden für die Ostmarken hier eintreffen. Denn Gerbaldsaue sollte als einer der Hauptsammelpunkte der Almosen dienen. Mit großem Trara würde der Spendenzug hier verabschiedet werden und dann gen Rommilys ziehen. So wollte es der großgaretische Almosenmeister Udalbert von Cletzau.

Borro von Agur war gerade in ein für ihn wenig erbaulichen Gespräch mit Elwene von Rossenrück gebunden. Die alte Fettel war einfach nicht mundtot zu machen.

„Ich sage Euch, Wohlgeboren, die Sanzerforst und die Zolipantessa wetteifern geradezu darum, wer die beste Schönschrift hat.“ Die ehemalige Kanzleischreiberin fasste sich ergriffen an ihr Herz. „Da geht einem wahrlich das Herz auf. Wenn doch der Klagen ebensolchen Enthusiasmus zeigen würde. Ach … .“

Agur sah seine Rettung in Persona des Seneschalls auf sich zukommen. „Ich bin sicher, Ihr werdet auch noch den letzten Schreibwüstling zur Besserung belehren, Verehrteste. Was wäre das Königreich ohne Euch! Aber nun bitte entschuldigt mich, der Seneschall schickt nach mir.“ Der Berater des Reichsvogtes verbeugte sich galant und entfernte sich zügig.

Feenwasser, Ihr habt mich gerettet.“ Borro wirkte erleichtert. „Gibt es Neuigkeiten unsere 'Sache' betreffend?“

Der Seneschall trat etwas näher an Agur heran und sprach mit gedämpfter Stimmer. „Die gewünschten Wagen sind eingetroffen!“

„Exzellent! Ich werde alles nötige in die Wege leiten. Möge es beginnen!“

Die beiden Männer verabschiedeten sich mit einem Nicken.

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Wenig später stand Borro von Agur im Schreibzimmer des Reichsvogtes. Vor ihm die gerbaldsmärker Hausritter Tawil von Ehrenstein und Deromir Leuwart von Rossreut.

„Im Namen des Reichsvogtes habe ich Euch rufen lassen, da er große Stücke auf Euch hält. Ihr seid garetische Ritter durch und durch und glänzende Vorbilder für die Knappen und Pagen am Hofe. Rossreut, Ihr habt Euch schon viele Male als loyal und würdig gezeigt. Ehrenstein, Ihr, der schon bald Fleisch und Blut ist mit dem Reichsvogt, werdet nun die Gelegenheit bekommen, Euch als treuer Diener unseres Königreichs zu beweisen.“

Agur machte eine Pause und sah die beiden Ritter mit ernster Miene an. „Die garetischen Rittertugenden sind ein hehres Ideal aller aufrechten Ritter. Zu diesen Tugenden gehört auch die phexgefällige List. Ich habe einen überaus wichtigen Auftrag für Euch, der absolute Geheimhaltung voraussetzt. Kann ich mich auf Euch verlassen?“

„Jawohl, für die Krone und für das Königreich!“, erklang es im Gleichklang.

Borro von Agur schmunzelte. „Ich wusste ich kann mich auf Euch verlassen! Romelio wird euch die weiteren Instruktionen zukommen lassen.“

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Texte der Hauptreihe:
K41. Geißel
K50. Im Loch
K64. 2 Selos
K71. List ist eine Tugend
Autor: Bega