Spenden für die Ostmarken – Die Luringen

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Auf dem Weg von Korgond nach Gareth. Von Hinn hatte sich gerade als Begleitung des Spendenzuges angeboten. Mit einem Plan.

Von Hinn ließ sein Pferd auf die Höhe der Reisekutsche der Gräfin zurückfallen. Das Fenster war bei sonnigem Wetter weit geöffnet und so konnte er die unnahbare Gräfin eine Zeitlang beobachten. Die Luringen las etwas auf ihrem Schoß, während im Fenster hinter Ihr die Landschaft Garetiens vorbei lief und ein malerischen Hintergrund abgab. Sie bemerkte ihn und Hinn nutzte den Moment ihrer Aufmerksamkeit.

"Seid gegrüßt. Es scheint als habe ich einigen Unmut unter meinen Mit-Almosaren ausgelöst als ich euch das Silber des Schlundes übergab und dem Cletzau nur eine gesiegelte Liste der Sach- und Saatspenden. Immerhin fast 1500 Dukaten an Münzen haben die Schlunder neben Sach- und Saatspenden erbracht. Ich dachte wir wären alle Gleiche unter Gleichen und es ginge um die Heilung des Landes. Da hat sich der naive Schlunder Ritter scheinbar getäuscht. Was das Land von Metalmünzen hat und was so wichtig daran ist, wer sie wann wo hin bringt erschließt sich mir nicht. Aber ihr habt eine schöne Rede gehalten und das Kleid stand euch vorzüglich!"

Hinn lachte. Sie nicht.

"Nun, ich bin ein Hinn aus dem Schlund. Hohe Politk, und was da in der Vergangenheit zwischen euch Höhergestellten vorgefallen ist, interessiert mich nicht. Schon gar nicht nach Korgond. Das Gelächter über den kleinen Schlunder Ritter stört mich nicht sonderlich. Aber mich ärgert wie geringschätzig dieser Cletzau und seine hochnäsige Bagage meine kirchlich gesiegelte Liste der Sach- und Saatspenden, die ich ihm in die Hand gab, einfach mit solcher Geringfügigkeit straft. Als seien nur diese Münzen von Wert. Allein an den unzähligen warmen Decken die gespendet wurden, haben viele Schlunderinnen einen ganzen Winter lang aus Mildtätigkeit gearbeitet. In den Speichern St.Ogdolfs liegt viel mehr an Wert für das geschundene Land das wir heilen wollen, als dieses Silber. Wisst ihr: Ich habe noch einmal fast 4000 Dukaten in Silberbarren im Wandlether Ingrimmtempel hinterlegt. Da ist die Vorauszahlung meines Lohnes als Vogt für drei Jahre enthalten und der Graf und die Zwergensippen haben nochmal ordentlich draufgelegt. Jedoch konnte sich der Graf nicht so schnell von seinem Silber verabschieden und hinterlegte es im Tempel als Barren. Für mich nicht schnell nach Korgond transportierbar. Nun hat es der Cletzau auf der Spendenliste gesehen und nun ratet wohin der Spendenzug einen Umweg machen soll. Geldgierieger Sack. Was haltet ihr davon dem Cletzau einen Streich zu spielen. Mein Ruf ist eh hinüber.. Er hat die Barren auf der Spendenliste gesehen und wird nun den Spendenzug von Korgond über Gareth nach Wandleth im Schlund umleiten und dann nach Rommilys ziehen. Nur damit er schneller an das Silber kann, um euch in Rommilys auszustechen. Aber so leicht kommen mir die feinen Herren nicht davon. Wenn ihnen das Silber so wichtig ist, bestehe ich darauf das sich die feinen Herren auch St. Ogdolf anschauen und meine guten Siedler und all die Helfer und die Sachspenden sehen. Der Spendenzug wird solange einen Tag in Wandleth verschnaufen, was den Grafen freuen wird. Er wird sicher einer seiner Reden halten wollen. Dann kann dort das Silber verladen werden und dann habe ich ein Problem, bei dem Ihr mir sicher entgegen kommen könntet.."

Von Hinn sah sich um, dann ritt er näher an das Fenster heran.

"Es geht da um eine Brücke. Eine unliebsamem Brücke, die seit ein paar Monaten wieder von Oberhartsteen, nach Hartsteen führt und den Handel im Süden des Schlundes bedroht. Nun, dort sind halt meine Hauptspender und die wollen als bald, das der Graf und somit auch ich etwas gegen die Brücke unternehmen. Jetzt ist es nur so, dass ich als Stratege gerne so eine intakte Brücke gehabt hätte, als Haffax Truppen auf Rommylis stürmten und wir nur ein paar alte Boote hatten um über den monsterversuchten Darpat zusetzen. Und engere Handelsbeziehungen zu Rommilys aufzubauen, finde ich auch nicht verkehrt für Wandleth. Zudem muss ich spätestens im TSA 1041 mit meinen Siedlern und ihren Wagen über die Natter setzen. Aber jetzt kann ich als Landvogt ja nicht mit einem Spendenzug über eine illegale Brücke ziehen..Wie würde das aussehen. Aber als Schwangere könnt Ihr euch immer davon ausnehmen die Eilkutsche nach St. Ogdolf zu nehmen und euch in Wandleth ausruhen. Wenn das Silber verladen ist und ich den hohen Herren St. Ogdolf zeige, dann zieht ihr einfach mit dem erholten Spendenzug los, über die Hartsteener Brücke und schafft damit eine legitime Querung über die Natter. Das hätte den Wert als würde die Kaiserin über diese illegale Brücke gehen. Der Spielball liegt dann beim Grafen. Die Hartsteener werden sich freuen und euch sogar durch ihr Land geleiten. Ich versuche ein Geleit mit dem Steinfelde auszuhandeln. Er ist schließlich Wegevogt. Er wird euch sicher durch Hartsteen bringen. Ich verbleibe einfach in St. Ogdolf, pikiere mich über die Brückenquerung und kümmere mich um den Spendenball, den ich auf Schloss Amselhag vorbereite und sitze den Rest einfach aus. Spielt ihr mit? Und falls es euch mehr interessiert als die feinen Herren da vorne, hier eine Abschrift der gesamten Spenden des Schlundes. Gesiegelt vom Abt von St. Ogdolf und dem Vorsteher des Ingrimmtempels zu Wandleth. Unterstrichenes habt ihr bereits in der Truhe da vorne, die ich nach Korgond brachte. Interessiert?"

  Die Spendenliste des Schlundes: Kursiv was mit nach Korgond ging.

Grafschaft Schlund: ca. 30300 Einwohner. Ein Silber pro Person. Spendenziel also 30300 Silber.

Stadt Wandleth: ca. 1000 freie Bürger. Über ein hundert Dukaten sind bei einem Benefizspiel der Feuerläufer vom Schlund mit anschließendem Jahrmarkt und Tombola zusammen gekommen. Dazu zehn Fuhrwerke und einiges an Werkzeug und Sachspenden. Anlässe der Feierlichkeiten der Amtsantritt des neuen Landvogtes und der Sieg über Haffax.

Lande der Königsstadt Wandleth: 2000 Einwohner. 2000 Silber gespendet beim Amtsantritt von Ludogon von Eicheneck, auf Cerva. Dazu eine Wagenladung Wiesenschlöschen, gespendet von der gleichnamigen Brauerei. Sach- und Saatspenden. Ein paar Schafe. Zwei alte Planwagen samt Zugtieren.

Gräflich Ingerimmsschlund: 3200 Einwohner. Das ganze, in zwölf göttergefälligen, je elf Ingrimm heiligen Stein schweren Barren, hinterlegt im Ingrimm Tempel zu Wandleth.)7500 Silber in Barren vom Gräflichen Vogt von Hinn, (Anleihe auf das Salaire eines Vogtes für drei Jahre) und das doppelte und einen Dukat legte der Graf noch einmal oben drauf. Gänzlich aus den Schatullen der Zwergensippen & Zünfte wurden weitere 1709 Dukaten in Silberbarren geleistet, (wenn dafür ein paar Brilliantzwerge das Feld räumen und wo anders mit ihren Waren hausieren gehen). Hinterlegt im Ingrimm Tempel zu Wandleth. Sach- und Saatspenden, so wie einige Schafe. Ein Ochsengespann. Eine alte Reisekutsche. Zwei Wagen mit Kornspenden.

Baronie Ruchin:5000 Einwohner (-15% Zwerge) 120 Dukaten der Familie Senneberg-Ruchin. Sachspenden. Ein Schatulle mit Edelkristallen aus der Binge Antalorgol. Ein  sehr großer Klumpen Gold aus dem Kirchenland Schlund. 8 Zugpferde. Einiges an Werkzeug.

Kronvogtei Mardershöh: 3300 (-8% Zwerge) 80 Dukaten des Junkers Felian von Perainsgarten. 100 Dukaten vom Haus Unterdachsen. Weitere Spenden mit dem Spendenzug nach Madershöh und zu den höher gelegenen Lehen verschollen.

Baronie Viehwiesen:2100 Einwohner (-2,5%Zwerge) Vollständige Summe in Silber durch Wanderprediger aus St. Ogdolf gesammelt. Dazu Sach- und Saatspenden. Drei Ochsengespanne. Ein Freiwilligenheer, gut ausgebildet für den Wiederaufbau der versehrten Lande. Angeleitet durch die Priester der Peraine und vieler Laienhelfer auf dem Klosterlanden St. Ogdolf. Auf den Klosterlanden selbst angebautes, robustes Saatgut geerntet. Zuzüglich einer Zusage von Chaliba von Brendilta, eine gesunde Zuchtlinie bester Rinder der Familie Ochs beizusteuern. Dazu die Einnahmen des Spendenballes im Rahja.

Baronie Hartsteen: 4300 Einwohner(-1%Zwerge) Vom Hartsteener Grafen selber überbracht.

Baronie Nettersquell: Hauptsächlich Sachspenden und eine große Anzahl tobrischer Handwerker, aus einer illegalen Siedlung im Feidewalde bei Hartsteen. Ein Ochsenkarren und zwei Leiterwagen mit deren Habseligkeiten.

Baronie Erlenstamm: 6600 Einwohner (1,5%Zwerge). Vollständig erbracht und gesammelt, nach gutem Zureden seiner Gattin, von Kordian von Finstersonn (Wo ein Barde, da klimpert das Silber). Drei Dutzend Zelte verschiedener Größen. Sehr viele Decken über den Winter von fleißigen Erlenstammerinnen in Handarbeit gefertigt.   summa summarum

1470 Dukaten in Münzen.  3960 Dukaten in zwölf Silberbarren zu je elf Stein. Hinterlegt im Ingrimm Tempel zu Wandleth. Sachspenden, eingelagert zu St.Ogdolf, unschätzbar wertvoll. Ein Freiwilligen-Heer von 420 bestens angeleiteten Siedlern, Handwerkern und Leihenpredigern.

  Gegeben, gezählt und beglaubigt im Namen der Zwölf. Ogdolf Preinbart von Dachsen, Abt zu St. Ogdolf

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Texte der Hauptreihe:
K41. Geißel
K50. Im Loch
K64. 2 Selos
K70. Die Luringen
Autor: Amselhag