Sertiser Reaktionen auf die Hochzeit in Leihenbutt

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Das heiße Siegelwachs zischte leise auf dem gefalteten Pergament. Der junge Reichsvogt drückte mit einem genüßlichen Lächeln seinen Siegelring auf die klebrige Masse, hinterließ eine Madasichel, deren Kelch sich nach oben öffnete. Das alte Siegel derer von Hartsteens. Der tulamidische Schreiber, dessen Hauptaufgabe die körperliche Unversehrtheit des Vogtes war, nahm das Schreiben an, das sein Herr gerade für seinen Waldsteiner Nachbarn von Leihenbutt in seine Feder diktiert hatte. Beide Blicke trafen sich.

"Eine wunderschöne Grußbotschaft, Meister der blumigen Worte", flüsterte mehr als dass er sprach der Tulamide.

Nicht einen Hauch von Ironie konnte der junge Hartsteen heraus hören, so sehr es auch versuchte. "Ja ... ja ... eine schöne Nachricht" sagte er leise, mehr für sich selbst, dahin. "Sie haben einfach den Fehler gemacht, sich alle anderen Adligen zum Feind zu machen. Das bringt Uns nicht weiter, schau Dir an, wo Wir jetzt sind! 'Lieber die ersten unter den Grafen ...' pah! Nicht mal das sind Wir mehr" Hilbert begann sich in Rage zu reden "wie schmerzhaft es war, in Puleth zu sein, gerade dort in den Adelsstand erhoben zu werden, im Lande Unserer Urahnen. Aber wer weiß" er holte kurz tief Luft "vielleicht war es ja ein Zeichen. Und mit guten Freunden, aufrechten Rittern und ein wenig Glück, und die Zeiten wenden sich wieder zum besten."

Seine letzten Worte sprach er in ein leeres Zimmer, sein Brief war längst unterwegs zu seinem Empfänger ...