Schlachtfolgen - Ritterschlag

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Burg Zwingstein, 28. Praios 1040

Mit dem Segen der greifenfurter Barone Anselm von Hundsgrab-Bugenbühl und Gerbald von Reiffenberg, die mit den unversehrten Truppen bereits den Rückweg in die Mark angetreten hatten, sammelte sich eine kleine Gruppe am Morgen des 28. Praios im Burghof. Ein älterer Ritter, kräftig und erfahren, in voller Rüstung und mit dem Schwert in der Hand. Eine junge Ritterin, den Schwertarm in einer Schlinge, aber mit stolz aufgerichteter Haltung. Ein junger Mann mit Krücken auf einem Bein, das zweite ab dem Knie abwärts fehlend, und ein paar Schaulustige, die meisten ebenfalls noch nicht abschließend aus den Fängen des Larzaretts entlassen und sich dieses Schauspiel nicht entgehen lassen wollten.

Der Ritter erhob die Stimme und sprach mit volltönendem Klang: "Carten Gawain Avesquell, Knappe deines Vaters Bardo Avesquell bis zu seinem Tode und fortan Knappe der Ritterin Rondraja von Schroffenstein-Grünfels, knie nieder." Mithilfe des Schildarms seiner Herrin und seiner Krücken ließ der junge Mann sich auf sein verbleibendes Knie hinab und beugte sein Haupt.

Der ältere Mann sprach weiter: "Carten, du hast dich in der Schlacht gegen die Kreaturen des Schattenmarschalls tapfer geschlagen, stets mutig und ohne Zaudern in der ersten Reihe gekämpft und dein Leben zugunsten deiner Knappherrin riskiert. Du hast gezeigt, dass du Treue, Loyalität und Vertrauen in Rondra als Teil deines Selbst angenommen hast und des Ritterschlages würdig bist. Durch die Kraft des mir hierfür zur Verfügung gestellten Amtes, schlage ich dich, Carten Gawain Avesquell von Schwertsleyda, zum Ritter, so wahr ich Wulfhart von Keilholtz heiße."

Mit Würde und dem Familienschwert Rondrajas vollzog Wulfhart den Ritterschlag und lächelte seine Schwägerin dann an. "Jetzt darfst du dich wieder erheben, Carten. Die Treue solltest du deinem Bruder oder der Greifin schwören, solange ihr noch kein eigenes Gut habt." Mühsam half Rondraja dem jungen Ritter auf, bis er sich wieder auf seine Krücken stützen konnte. Die beiden jungen Leute schauten sich an und strahlten, während Wulfhart das Schwert wieder in den Gurt um Rondrajas Hüften schob. Dann schaut der ältere Ritter die beiden lächelnd an und zog sich zurück, während sie im Hof stehen blieben und sich die Zuschauer langsam verteilten. Erst als sie sich allein wähnten, gingen sie langsam zurück zur Burg und sprachen leise miteinander über ihre Zukunft.

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Texte der Hauptreihe:
K4. Ritterschlag
28. Pra 1040 BF zur mittäglichen Rahjastunde
Ritterschlag
Frieden

Kapitel 4

Autor: Gramhild