Relief von Korgond – Aufruf

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An die ehrenwerten Hüter der Reliefstücke des heiligen Altares zu Korgond,
 
 
 
 
fast genau vier Götterläufe ist es her, als das Land uns, den aufrechten Adel großgaretischen Geblüts, Zeugnisse aus dem Ursprung unserer Heimat offenbarte. Das Land ist im Umbruch, die Umwälzungen der letzten Götterläufe, hervorgerufen durch die Schlachten gegen niederhöllische Mächte, haben das heilige Korgond wieder erscheinen lassen, denn das Gleichgewicht der Mächte ist tief erschüttert worden. Die alten Bünde müssen erneuert werde!

Nun, da sich der Nebel der Fäulnis und Verderbtheit gelichtet hat, ist es an uns zum Ursprung unseres Landes zurückzukehren. Es ist unsere heilige Pflicht, das Tempelrelief von Korgond wieder zusammenzufügen und so ein neues, goldenes Zeitalter für die großgaretischen Landen einzuläuten.

Wir, die vom Land Auserkorenen, durchdrungen von Geiste Korgonds, müssen zurückkehren zu den großgaretischen Rittertugenden. Denn sie sind das Fundament der gerechten Herrschaft über das Land!

So sei es die Pflicht eines jeden aufrechten Streiters für die Krone, die in seiner Obhut befindlichen Reliefstücke am 12. Tage des Ingerimmmondes den Acht Trägern der Alten Schwerter der Goldenen Au am Altar zu Korgond zu übergeben.

In Korgond sehen wir uns wieder!

Gegeben zu Schloss Neu-Sighelmsstein am 30. Tage des Tsamondes im Jahre 1040 nach dem Fall Bosparans
 
 
 
 
Sigman Therengar von Gareth-Firdayon
von zweifach kaiserlichem Blute

Getreulich niedergeschrieben von Marnion von Sturmfels

Seneschall der Sighelmsmark
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„Meine Herren, es ist vollbracht!“ Marnion von Sturmfels steckte seine Schreibfeder in den dafür vorgesehenen Halter, siegelte das Schreiben und stand entschlossen von seinem Schreibtisch auf. Seine Gegenüber, die Reichsvögte Gerwulf von Gareth und Reto Eorcaïdos von Aimar-Gor sahen ihm dabei zufrieden zu.

Landvogt Malwarth Quisper von Eslamsgrund, auch als "der Rote" bekannt, da er stets in den Farben seines Hauses gekleidet war, rückte seinen mit weißen Ornamenten verzierten, roten Gehrock zurecht. „Der junge Prinz könnte unsere größte Hoffnung werden.“

„Die Zusammenfügung des Relief ist für das Königreich von großer Bedeutung. Wir werden Vorkehrungen treffen um dies zu gewährleisten.“ Die Stimme des Alriksmärker Reichsvogtes ließ keinen Widerspruch zu. Doch war diese Schärfe gar nicht notwendig, denn die Anwesenden wussten ohnehin um die Wichtigkeit des Reliefs. „Nun, da der junge Fuchs aus den Nordmarken in seine Heimat zurückgekehrt ist, bleibt die Frage nach seiner ritterlichen Ausbildung.“

„Nun“, begann der Seneschall der Sighelmsmark, „seine Frau Mutter würde es befürworten, wenn der Junge in allen acht großgaretischen Grafschaften einen Teil seinen Knappenausbildung absolvieren würde. Sozusagen für jede der garetischen Rittertugenden einen Grafenhof.“

„Die Prinzessin hat eine wachen Verstand, das muss man ihr lassen.“ Reto von Aimar-Gor nickte anerkennend. „Die Frage ist jedoch, ob dies in unserem Interesse ist.“

„Sehr richtig, Reto, ich würde eher vorschlagen die acht Burggrafen und Barone der Kaisermark sollten sich dem Jungen annehmen.“ Gerwulf von Gareth straffte sich.

„Das wären dann also wir.“ Der Reichsvogt der Gerbaldsmark lächelte süffisant.

„Ganz genau, der Junge muss auf seine zukünftige Rolle vorbereitet werden. Dies sollte uns obliegen, den engsten Versallen des Hauses Gareth.“

„Die Grafen würden das sicher anders sehen … die Luring versucht schon den Jungen für sich zu vereinnahmen“, gab der Sturmfelser zu bedenken.

Gerwulf quittierte die Äußerung mit Schweigen und zog vielsagend die Augenbrauen hoch. Es war bekannt, was er von der Reichsforster Gräfin hielt.

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Briefspiel in der Kaisermark
Zeit: 30. Tsa 1040 BF
Autor: Bega