Raschtulswaller Ränke - Wenn das Gneiserich wüsste

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Ende Peraine 1042 BF, Burg Wasserburgenau, Baronie Wasserburg.

Es war ein schöner Perainetag im Götterlauf 1042 BF. Adeline von Meidersee, die ehemalige Vögtin von Wasserburgenau, saß unter einem schattenspendenden Baum auf Gut Wasserburgenau.

Die alte trutzige Wehrburg lag oberhalb des Darpats mit einem malerischen Blick auf die Auen des großes Flusses.

Ihr Neffe Eborian , seines Zeichens Mundschenk und Herold am Hof zu Gerbenwald, stattete der alten Dame einen unerwarteten Besuch ab. „Tante, gut siehst Du aus.“

Adeline war durchaus skeptisch. Es kam selten vor, dass die bucklige Verwandtschaft die einsam lebende Dame aufsuchte. „Was führt Dich zu mir?“

„Tante, es gibt Neuigkeiten, Berichte, die ich Dir unbedingt mitteilen wollte.“

„Was kann schon so interessant sein, dass Du den Weg von Barbenwehr auf Dich nimmst.“

„Der Tikaris ist nicht mehr Baron von Wasserburg. Der Senneschall hat ihn geköpft. Also nicht im echten Leben, denn er lebt noch. Aber er hat ihn entlehnt. Und noch eine Nachricht erreichte meine Herrin vom Markgrafenhof.“

„Wahrlich, er hat ihn abgesetzt. Das geschieht ihm nach dieser unsäglichen Fehde zu Recht. Weiß Andor schon Bescheid? Wir müssen ihn in Position bringen. Wenn Gneiserich das noch erleben würde.“

„Ähm, Tante“ räusperte sich Eborian. „Du hast mich leider nicht zu Ende berichten lassen. Der Markgraf, respektive sein Senneschall, hat bereits die Nachfolge bestimmt.“

„Eborian, nein das kann nicht wahr sein. Sag wer wird es?“

„Jemand, den die Familie Wasserburg, als auch die Familie Hengisford verteufeln dürfte, da sie auf lange Sicht Baronin bleiben könnte.“

„Sie wer ist sie?“

„Die Sturmfels, Tante. Korhilda von Sturmfels.“

„Wenn das Gneiserich wüsste.“ Waren die letzten Worte der Dame, ehe sie kopfüber vom Stuhl fiel. Die Information war zu viel für die alte Frau und hatte ihr den letzten Lebenswillen ausgelöscht.