Raschtulswaller Ränke - Die Furien vom Wall

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Boron 1042 BF Schloss Tikaris

Schweigend verließ der Haushofmeister den Raum. Mit starrer Miene blickte Thamian de Vargas zu dem kleinen Jungen. Als dieser zu dem großgewachsenen Mann mit den auffallend roten Haaren aufsah, entspannten sich die Gesichtszüge des Magiers wieder. Er beugte sich zu dem Kleinen herunter, der gerade mit einer Prinzenpuppe spielte und drückte ihn fest an sich.

„Ich werde dich beschützen, mein Junge, das schwöre ich bei meinem Leben.“

Der Kleine kuschelte sich an den breit gebauten Oberkörper des Mannes und nahm dann wenig später sein Spiel wieder auf. Die Prinzenpuppe wurde von einem Drachen gefangen genommen und harrte auf Befreiung durch einen Helden. Für Romin war Thamian dieser Held.

Der Vertraute des Barons richtete sich wieder auf. Meister Perainian hatte gerade Kunde aus der Stadt gebracht. Wie es schien, hatten die Sturmfelserin und ihre Verbündete versucht den Erben der Baronie Wasserburg zu entführen. Die Kutsche des Barons wurde angegriffen und ein kleiner Junger - der Sohn des Kutschers – wurde entführt. Augenscheinlich hielt man ihn für Romin.

„Was sind das für Furien, die sich dazu herablassen einen unschuldigen Jungen etwas anzutun?“, fragte sich Thamian im Stillen.

Die Fehde war längst außer Kontrolle geraten. Der halbe Wall hatte sich gegen Wasserburg verschworen. Wie Aasgeier umkreisten sie die fette Beute. Die sprichwörtliche Armut der Wallbarone musste schon so groß sein, dass sie ihre Prinzipien, die sie vorgaben zu haben, über die nächste Klippe warfen. Nun musste mit allem gerechnet werden.

Thamian wandte sich wieder dem kleinen Romin zu, kniete sich zu ihm runter und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. Er würde mit allen Mitteln verhindern, dass dem Jungen etwas zustoßen werde.

Den Furien des Walls musste Einhalt geboten werden! Mit allem Mitteln!