Raschtulswaller Ränke - Der Berg grummelt

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Peraine 1042 BF

Korhilda hing am Abhang, diese Prüfung hatte sie bereits einmal mit Leichtigkeit bestanden. Damals und vor wenigen Jahren.

Sie griff nach dem Vorsprung etwa ein Schritt über ihr, sich mit der Rechten sichernd. Doch ihre Linke war nur die Attrappe einer Hand und sie konnte sich nicht halten. Sie erschrak und rutschte ab, schlitterte an der Wand entlang und konnte sich noch gerade mit der Rechten wieder fangen.

Doch merkte sie schnell wie die Kraft in ihrem Arm sie verließ und die lähmende Schwäche vom Arm in ihren Körper wanderte und der Griff sich löste.

Im Fallen warf sie noch einen letzten Blick auf den Berg, den Gigant, fremd, kalt, schroff und abweisend. Er hatte sie gewarnt. Sie stürzte in die Tiefe.

Dann wachte sie Schweißgebadet auf.

Nach den Kampfhandlungen in Mendena träumte sie diesen Traum zum ersten Mal. Sie war lange Zeit mit ihrem Regiment im Krieg gegen Haffax und somit lange Zeit vom Sturmfels getrennt.

Seit dem sie in Ongalosch scheiterte und eine Zeit in Wandleth im Krankenbett verbrachte, spürte die Baronin mehr und mehr, wie sich der Berg von ihr abwandte. Aber auch sie selber wandte sich gegen den Berg.

So sehr sie die Berge liebte, so sehr liebte sie ihre Freiheit. Die Freiheit zu reisen, fern ab der Berggipfel.

Der Berg und die Baronin schienen sich zu entfremden.