Pulether Fehde - Teil 7: Aufmarsch

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Burg Orbetreu, Anfang Phex BF

Hadrumir schaute zufrieden. Auf dem Burghof hatte sich eine beträchtliche Schar an Kämpfern versammelt. Seine eigene Garde, etwa drei Dutzend angeheuerte Söldner. Es fehlten nur noch die zu den Waffen gerufenen Bauern. Er hatte sich auf den Bergfried zurückgezogen und beobachtete von oben die Truppen. Die Grützer würden nicht wissen, wie ihnen geschieht.

Eleona kam zu ihm herauf. „Kalt ist es hier oben.“

Hadrumir wandte sich zu seiner Kusine um. „Ja, das ist es.“

Eleona schaute auf die Truppen hinab. „Woran denkst du?“

„An die bevorstehenden Kämpfe. Ich habe erneut eine Aufgabe für dich.“

„Was soll ich tun?“ fragte sie ergeben.

„Ich möchte, dass du nach Gut Katterquell reitest. Linai soll zu den Waffen rufen! Und dann werdet ihr mit diesen Truppen von Norden her nach Hutt vorstoßen!“

„Du willst ein zweites Heer aufstellen?“ fragte Eleona erstaunt.

„Nicht ich! Du und Linai!“

„Aber du und Linai versteht euch doch sehr gut. Wenn ihr nicht miteinander verwandt wäret, dann…“

„Was?“ fragte Hadrumir mit barschem Ton.

Eleona blickte vielsagend: „Borstefred und deine Mutter sind Vetter und Kusine und trotzdem könnte man meinen, dass du und Linai…“

„Das glaubst du doch selbst nicht. Hadran und Linai waren immer gute Freunde. Der Tod Hadrans machte die Situation nicht gerade einfacher. Was denkst du, was das für ein Gefühl war, Borstefred gegenüber zu treten und ihm vom Tod seines Sohnes zu berichten?“

„Bestimmt kein gutes!“

„Ich will ihm momentan nicht wieder gegenüber treten. Zumal nicht mit der Bitte um Truppen.“

„Glaubst du, dass Borstefred verweichlicht ist? Er ist immer noch ein hartgesottener Kämpfer“, erwiderte Eleona.

Hadrumir schaute sie ernst an. „Das weiss ich. Ich mache mir auch nicht um Borstefreds Gemütszustand Sorgen, sondern um meinen eigenen.“

Eleona schaute ihn bedrückt an: „Ich verstehe.“

„Also, wirst du für mich nach Katterquell reiten?“

Eleona nickte stumm.

„Gut, sobald ich aus Osenbrück zurück bin, werden wir losmarschieren.“