Pulether Fehde - Teil 15: Wo sein Platz ist

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Festung Feidewald, 18. Peraine 1029 BF

Graf Geismar setzte den Kelch ab. „Und es ist sicher? Ist dieser Kerl denn jetzt völlig verrückt?“ Ganz gegen seine Gewohnheit sprang der Graf auf. Ein Hämmern auf den Tisch unterstrich jeden Satz. „Jeder weiß doch, dass man nicht den Einsatz erhöht, wenn man auf der Verliererstraße ist! Es heißt nicht umsonst 'der erste Verlust ist der kleinste'!“

„Ich hätte eher vermutet, dass Euch diese Nachricht freut, Euer Hochwohlgeboren. Immerhin ist Raulgard ein wertvolles Faustpfand“, erwiderte Anselm ruhig. Er hatte mit einer solchen Reaktion seines Verwandten gerechnet. Allerdings war auch er nicht ohne Sorge, denn Hadrumir spielte in der Tat ein gewagtes Spiel. Doch nun galt es, dieses zu gewinnen. „Ich denke, dass sie uns noch sehr nützlich sein kann - weit nützlicher als Eleona es je sein könnte. Wichtig ist nur, dass man sie mit höchsten Respekt behandelt - schließlich sind wir die Hüter der Ritterlichkeit in Hartsteen und die Hartsteens die Scheusale, die die Tugenden mit Füßen treten.“

„Ihr wagt es? Ihr, der meine für teures Geld angeworbenen Truppen dieser Jolea übergeben habt?! Ich hoffe, sie hat wenigstens die Beine dafür breitgemacht! Ihr habt doch gar keine Ahnung, was für ein Unheil Ihr da angerichtet habt! Wertvolles Faustpfand, dass ich nicht lache! Und was ist mit Hutt?! Was, wenn Alrik jetzt das Kloster einnimmt?“

„Was kann ich denn dafür, wenn diese dreiste Person einfach mit fast allen Truppen abrückt, kaum dass ich mich auf den Weg hierher mache? Ihr habt sie mir selbst empfohlen! Außerdem denke ich, dass Hutt so wichtig dann auch wieder nicht ist, obgleich mir dieser Flecken Erde durchaus ans Herz gewachsen ist. “

„Nicht wichtig?! Ihr habt ja keine Ahnung!“ brüllte Geismar. „Ihr werdet sofort zu Jolea reiten und ihr befehlen, auf ihren Posten zurückzukehren! Und holt mir Ludorand! Er soll diesem Hadrumir weisen, wo sein Platz ist! “