Praiotisches Chaos in Kressenburg III

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Praiotisches Chaos in Kressenburg III
22.PER 1041 BF, Kloster Kressenberg

Die Stadtwache hat den Angreifer gefasst. Er hat sich auf der Flucht den Fuß gebrochen als er vom Baugerüst gesprungen ist und dann versucht sich zwischen der Ladung eines Handelskarrens versteckt nach Greifenfurt abzusetzen.“

Prior Agricola atmete erleichtert auf, als ihm Bruder Praiomel diese Nachricht brachte, und nickte leicht. „Sehr gut. Er wird also Praios’ Gerechtigkeit erfahren. Wissen wir schon, warum er es getan hat? Handelt es sich um einen Diener des Namenlosen? Oder einen Paktierer?“

Praiomel schüttelte den Kopf. „Soweit wir bisher sagen können, dient er keinem Widersacher der Zwölfe. Aber das werden wir noch eingehender prüfen.“ Er trat nachdenklich an das schmale Fenster das zum Innenhof zeigte. „Aus dem was ich bisher aus ihm herausbekommen habe schließe ich eher, dass er mit den Irrlehren der Bekenner in Berührung gekommen ist. Er sagte, er habe den Prätor für seine ketzerischen Worte bei der öffentlichen Morgenandacht bestrafen wollen. Und Seine Hochwürden hat heute früh eine Brandpredigt wider die Bekenner und die jüngsten Unruhen in Tsanau gehalten.“

„Wissen wir schon wie und wo er mit der Irrlehre in Berührung gekommen ist?“

„Wir haben bisher nur aus ihm herausbekommen, dass er ein Maurergeselle ist und aus Zalgo stammt.“ Mit einem abfälligen Schnauben fügte er hinzu: „Und aus Zalgo kam ja noch nie viel Gutes.“

„Zumindest scheint in der Harschenheide ein Zentrum der Aktivitäten der Bekenner zu liegen. Die Berichte der letzten Wochen legen zumindest diesen Schluss nahe. Ich werde dem Illuminatus unsere Vermutungen in diese Richtung darlegen.“

„Wie geht es Seiner Hochwürden inzwischen?“

„Die Brüder und Schwestern kümmern sich um ihn. Bruder Travhelm ist von der Burg gekommen um uns zu unterstützen. Der Baron hat uns auch die Dienste seines Bornländers angeboten, aber das haben wir natürlich dankend abgelehnt. Wir haben einen Boten nach Sankt Therbûn geschickt. Eine Dienerin der Herrin Peraine wäre für Seine Hochwürden im derzeitigen Zustand sicherlich die beste Hilfe.“

„Dann werde ich mich mit Eurer Erlaubnis wieder der Befragung des Delinquenten widmen. Ich bin mir sicher, dass wir noch einige wertvolle Informationen über die Umtriebe der Bekenner von ihm bekommen können, bevor er Praios’ Gerechtigkeit übergeben wird.“

„Ich bitte Euch darum Bruder Praiomel. Ich könnte mir im Moment keinen Besseren für diese Aufgabe vorstellen.“ Mit einem Nicken entließ der greise Geweihte den jüngeren Glaubensbruder und griff zu Pergament und Federkiel, um dem Illuminatus in Greifenfurt über die neueste Entwicklung ins Bild zu setzen.