Perricumer Ratsgeschichten - Tag der Schande

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Wappen Reichsstadt Perricum.svg
Ereignis:
Am "Tag der Schande" zu Perricum verlassen die Hochgeweihten die Stadt
Datum:
16. Bor 1037 BF

Aventurische Situation

Der 16. Boron 1037 BF wird in die Geschichte der Stadt Perricum eingehen als "Tag der Schande". Während der Klerus ein weiteres Mal von aufgebrachten Bürgern daran gehindert wird, die Ratssitzung im Alcazaba Zolipantessa aufzusuchen, erreicht die versammelten Ratsmitglieder die Nachricht, dass am Vorabend Reichsvogt Wallgrîn von Perricum verschwunden ist – offenbar von Unbekannten aus seiner Prunkvilla entführt. Der Rat, der bereits provisorisch eröffnet wurde und in dem sich eine breite Mehrheit für die Ablehnung der Angelegenheiten der Seeleute gefunden hatte, zerstreut sich in Tumulten, ohne eine weitere Entscheidung zu treffen.

Wenig später erklären die reichen Patrizier Perricums den Rat der Stadt für aufgelöst und setzen sich selbst als Notstandsregierung der Stadt ein - mit Odoardo von Quintian-Hohenfels an ihrer Spitze. Seine erste Amtshandlung ist die Entschdeidung, die beiden Stände des Klerus und Magus von der Mitherrschaft über die Geschäfte der Stadt auszuschließen. Die Magier zucken verbittert die Schultern über diese Farce und vergraben sich mit sarkastischen Bemerkungen über die Dummheit der Händler hinter den Folianten ihrer Schreibzimmer. Die gesamte Geweihtenschaft Perricums dagegen, welche mühevoll versucht die von den Bürgerlichen inszenierten Aufstände herunterzukühlen, erfährt von ihrer Entmachtung auf dem Vorplatz des Praios-Tempels. Zorn lodert auf in den Gesichtern der Geweihten und einige der Hochgeweihten treffen eine gravierende Entscheidung: Sie verlassen die Stadt oder schließen sich (symbolisch) ein und somit ihre Tempel.

So z.B. Yacuban von Creutz-Hebenstreyt, den es danach zum Konvent auf St. Ancilla zieht. gehen Efferdan dylli Turakis und Adara von Rabicum Die Hochgeweihten Adara und Efferdan gehen den radikalen Weg nach Dergelmund, wo sie von jubelnden Bewohnern begrüßt werden. Sie haben die Stadt nicht aufgegeben, aber sie wissen, dass sie im Moment keinerlei Einfluss auf die Geschicke Perricums mehr nehmen können. Daher üben sie sich in Geduld und warten darauf, dass die verblendeten Pfeffersäcke hinter ihren wuchtigen Mauern einen strategischen Fehler begehen ... Die Ingerimm-Geweihte hat es sich dabei zum erklärten Ziel gemacht einen Exilrat zu etablieren.

(ergänzende Anmerkung: Kurze Zeit später greift der Markgraf Rondrigan Paligan hart durch und setzt seine Großmutter Rimiona in den Rat ein und befriedet die Situation mit harter Hand oberflächlich. Die meisten Hochgeweihten kehren wieder zurück und sind nur noch kurzweilige Gäste des Exilrates in Dergelmund. Aufgewiegelte Adelige vor den Stadttoren kehren ebenfalls in ihre Lehen zurück.)

Irdische Anmerkung

Wir haben eines der natürlichen Enden des Spieles erreicht. Die Korruption der Stadt ist auf den Wert 13 angestiegen, mit der Folge, dass die Stadt faktisch unregierbar geworden ist. Zwar schaffen es die bürgerliche Notstandsregierung wie auch die Opposition in Dergelmund kurzfristig für Ordnung zu sorgen, aber immer wieder brechen in der ganzen Stadt Aufstände auf, von unbekannter Hand geschürt. Natürlich schiebt man dies den Agenten des Haffax in die Schuhe; aber die Vergangenheit hat ja schon oft genug bewiesen, dass innerhalb der Machtelite eine fast götterlose Skrupellosigkeit herrscht und niemand in der Wahl seiner Mittel zimperlich ist.

Die Zukunft der Reichstadt sowie der prominenten Vertreter seines Rates werden wir weiterhin beleuchten - auf allen Ebenen.

Die Spielleitung bedankt sich bei allen Mitspielern für Mühe und Engagement. Auch wenn der eine oder andere aus unterschiedlichen Gründen eine Enttäuschung empfinden sollte: Mit dem Spiel habe alle gemeinsam die wichtigsten Personen in der Reichsstadt charakterisiert – auch ohne Spiel ein Ausgangspunkt für viele weitere Geschichten und ein Trittstein in die Haffax-Kampagne!

Kanzleranmerkung: Dass ein Perricum-Ratsspiel als Spielexperiment mit so tollen Ergebnissen und so viel Ideen möglich ist, verdankt sich einer bemerkenswerten Spielerschaft, vielen Dank! Und einem genauso bemerkenswerten ideenreichen Einsatzwillen der Spielleitung, vielen Dank, VolkoV und Hartsteen!