Perricumer Ratsgeschichten - Große Schlangen IV

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Reichsstadt Perricum, 9. Rondra 1037 BF:

„…Vielleicht bist du doch einfach noch zu jung für solcherlei Dinge und ich habe dir zuviel zugemutet, Adara. Ich riet dir zwar dich zurückfallen zu lassen, aber soweit? Aber vielleicht ist es auch meine Schuld, ich habe die anderen, allen voran Rutaris und Quintian-Hohenfels, deutlich unterschätzt, aber den Vorsteher des Efferd-Tempels hast du hofiert.“, aufgeregt lief ihr Großvater auf und ab, dem meisten Groll hatte er schon Luft gemacht und Adara saß nur schweigend da und hatte ihm zugehört.

Und vielleicht hatte er recht, trotz seinem Zuspielen war sie nun in der Gunst der Bürger gefallen, andere an sie heran gerückt, noch dazu war in letzter Zeit eine Stimmung in der Stadt die alles andere als göttergefällig war, der Aufschwung der Stadt führte zu einem Selbstbewusstsein der Bürger mit dem Adara nicht gerechnet hatte, ein überhebliches Gefühl von Freiheit mit der widerwertigen Annahme der Selbstverständlichkeit hatte sich in der Stadt breit gemacht, so dass die Leute sogar vermehrt auf den Segen der Götter verzichteten, so vermessen war die Stimmung. Efferdans Erfolge hin oder her. Zum Glück hatte sie für die nächste Sitzung einen Vorschlag eingebracht der das ganze wieder in geordnete Bahnen lenken sollte, so machte sie es sich zumindest aus. Dazu diese gräßlichen Aufstände in Pelkerhafen, seltsam war das. Ihre vormalige Konkurrentin Ginaya von Alxertis hatte dadurch ein noch härteres Los gezogen als sie und war deutlich abgeschlagen, hatte sie doch ganz andere Dinge nun zu tun. Und während ihr Großvater von verschärften Maßnahmen und Zugeständnissen an seine Kontakte redete, nickte sie nur und schmiedete schon ganz eigene Pläne.