Perricumer Ratsgeschichten - Die Ruhe nach dem Sturm

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Reichsstadt Perricum, Alcazaba Zolipantessa, 4. Travia 1037 BF - nach der Sitzung

Adara verließ das Gebäude mit gemischten Gefühlen. Draußen hatte die Garde das Meiste wieder unter Kontrolle, doch konnte man noch Lärm und Tumult in den Außenbezirken vernehmen. Der Pöbel hatte sich erhoben, vermutlich wegen dem Ohnmachtsgefühl gegenüber einem aus den Fugen geratenen Stadtrat und der sich anbahnenden Entscheidung zur Ausrufung der Landnot, vermutlich angestachelt. Schon wieder so ein Aufstand.

Diese Stadt war wahrlich von den Göttern verlassen, ob das ein schlechtes Omen war? Adara dachte kurz über die tragische Vergangenheit der Stadt nach. Sie hatte in der Sitzung und in dessen Vorfeld alles gegeben und hatte die für sie schlimmsten Vorschläge abwehren können, wenn auch zu einem hohen Preis. Doch dass Wallgrin nicht gekommen war, wegen der Aufstände, war schlecht gewesen für ihre Position. Denn außer ihr und Efferdan und den anderen Kirchenvertretern schien nur noch Wallgrin im Rat den 12en verpflichtet und was noch viel wichtiger war, er hatte ein schlechtes Gewissen gegenüber ihr und den Göttern. Und so hatte sie ihn im Vornherein gut bearbeiten können was einige der Vorschläge anging, wobei sie immer auch das Gefühl hatte er hinge an irgendwelchen Bindungen anderer Art. Aber nun war er gar nicht gekommen, ebenso wie Efferdmut Spicking, dem hatte der Aufstand am meisten geschadet. Adara zuckte mit den Schultern und trotz der gemischten Gefühle war sie sich sicher nun den richtigen Weg zu gehen und dies auch bei der nächsten Sitzung vehement zu verfolgen.

Sie winkte den Novizen des Tempels herbei der vor den Toren des Alcazaba auf sie wartete. Dieser eilte herbei und folgte ihr, ihr Großvater hatte ihn geschickt an ihrer Seite positioniert ohne dass sie dies bemerkt hatte.