Neubeginn der Reshminianer - Leises Summen

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Baronie Gluckenhang, Burg Finsterbinge, Rahja 1040 BF

Dass sie hier im Dreck wühlen musste machte ihr nichts aus, sie stand über solchen Dingen, dass sich allerdings ihre mitabegorderten Bundesbrüder zu fein dafür waren und sich mehr dem Wein als der Arbeit widmeten verärgerte sie allerdings. Da sie aber auch kein Kameradenschwein sein wollte verkniff sie sich sie zu recht zu weisen oder gar zu melden. Stattdessen trug sie allein einige Steine und geborstene Balken in einem abgelegenen Winkel im Kellergewölbe ab.
Seit etwa einem Monat hatte der Bund damit begonnen die ihr überlassene Burg Finsterbinge in Gluckenhang zu entrümpeln, auszubauen und zu beziehen. Und viel gab es zu tun. Viele Räume waren verstaubt und klamm, die Bodendielen und Fensterläden morsch oder verrottet, einige Räume feucht und von Pilzen und Moosen in Beschlag genommen. Das Dach wurde gerade geflickt und sogar ein kleiner Deich - für den eigens ein Baumeister heran geschafft worden war - wurde aufgeschüttet um den Keller - in dem sie sich nun befand - auch weiterhin trocken zu halten.
Sie und ihre Bundesgenossen waren hier Unten um sich die Stabilität, spätere Nutzbarkeit und den Zustand des Gewölbes noch einmal genauer anzuschauen. Ein trockenes, teils gefährliches Unterfangen bei dem man viel Geduld und Fingerspitzengefühl brauchte. Offenbar zu viel für ihre trinkenden Kameraden.
Sie hingegen fand es spannend hier Unten, in diesem uralten Gemäuer, die Gefahr eines möglichen Einsturzes und die von verborgenen Fallen oder was auch immer. Wer mochte hier schon alles gehaust und gelebt haben? Ein paar Hinweise auf vergangene Schmuggler hatten sie bereits gefunden, diese würden aber ganz sicher nicht mehr in ihr altes Versteck zurück kehren, jetzt wo es hier von Bewaffneten nur so wimmelte.
Gedankenverloren zog Talvia einen Balken hervor, abgelenkt wie sie war hatte sie nicht recht aufgepasst und es lösten sich einige größere Brocken und ratterten herab. Kurz hielt sie inne und lauschte ob die anderen etwas von ihrem Missgeschick mitbekommen hatten. Doch die schienen nur weiter ihrer "Arbeit" nachzugehen. Also drehte sie sich wieder zum Geröllhaufen, um sich zu versichern dass ihr nicht gleich eine größere Lawine entgegen rollen würde.

'Was ist das?', ging es ihr unvermittelt durch den Kopf, als sie weiter hinten in einem nun entstandenen kopfgroßen Loch etwas erblickte das sofort ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Sie nahm ihre Lampe zur Hand und leuchtete hinein. Dort hinten am Ende konnte sie soetwas wie eine Tür erahnen, dessen massives Holz schon stark mitgenommen war und das was darauf ruhte ebenso. Es hatte einst ein geflügeltes Tier mit massigem Unterleib dargestellt, vermutete Talvia, die nun voller aufgeregter Freude begann wieder Schutt vor dem Loch abzulegen, diesen unkameradschaftlichen Saufbolden gönnte sie diesen Fund nicht, sie würde später noch einmal herab steigen, wenn hier keiner Dienst tat und sie würde ihren Geliebten Salvon mitnehmen, sie konnten mal wieder ein Abenteuer gebrauchen, ihre Liebschaft war doch etwas eingeschlafen.
Vorsichtig setzte sie den letzten Stein auf den Haufen, betrachtete zufrieden ihr Werk - es sah völlig wahllos aus - und schlenderte dann ein, zwei Gänge weiter zu ihren Kameraden hin, wo sie ruckartig einen großen Balken aus den Trümmern zog, so dass das Geröll in sich zusammensackte, polternd zu Boden fiel und der Lärm in einem surrenden Summen ausklang.

Eiligst lief sie zu ihren Bundesgenossen, um sie vor den fragilen Gewölben hier hinten zu warnen.

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Autor: Jan