Mit unserem guten Namen - Es ist ein Skandal

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Im Zedernkabinett, Anfang Peraine 1035 BF'

»Dieses hier ist ihr Rücktrittschreiben. Es ist gesiegelt mit ihrem persönlichen Siegel, bezeugt haben die Urkunde Storko von Gareth, Gerwulf von Gareth und Horulf von Luring

Horbald von Schroeckh ließ das Dokument herumgehen. Er wirkte übernächtigt und irgendwie käsig. Vielleicht plagte ihn wieder einmal ein veritabler Kater.

»Unfassbar!«, entfuhr es Alarich von Gareth-Sighelmsmark.

»Wie konnte es soweit kommen?«. fragte Oldebor von Weyringhaus keinen bestimmten in der Runde, als er das Schreiben weitergab.

Helmar von Hirschfurten sagte gar nichts, würdigte das Schriftstück keines Blickes, sondern reichte es wortlos an die junge Irmhelde von Luring-Rabenmund weiter. Die ereiferte sich: »Es ist ein Skandal! Immerhin ist Ginaya eine Verwandte von mir gewesen! Oder ist es noch, meine ich. Aber jedenfalls: Wegen so ein paar Schulden! Unfassbar!«

Die anderen sahen es dem Küken in ihrer Runde nach, Rondriane von Eslamsgrund nahm ihr die Urkunde ab: »Ja, es ist ein Skandal. Aber man fragt sich, was der größere Skandal ist: dass eine Hochadlige so in die Klemme kommen kann oder dass Bürgerliche eine Hochadlige zu Fall bringen können?«

»Natürlich, dass Bürgerliche sich erdreisten, eine Burggräfin in den Turm stecken zu wollen«, schnarrte Ugo von Mühlingen, der als Pfalzgraf auf Rudes Schild in das Zedernkabinett zurückgekommen war, in dem er einst schon einmal als Gaugraf vom Retogau gesessen hatte. »Einfach selbst in den Turm stecken und die Schulden streichen!«

»Das geht nicht, Dom Ugo«, erläuterte der Markvogt mit einem Blick unter hochgezogener linker Braue auf die Urkunde, »damit würde das ganze Kreditgeschäft, der geldliche Zahlungsverkehr, der Handel als solcher zu einem Ende kommen. Man kann Schulden nicht einfach streichen. Unmöglich und gefährlich. was man tun könnte, wäre Zinsen abzuschaffen. Das wäre sinnvoll. Und weniger Schulden zu machen … na ja, ich sehe schon.«

Er gab die Urkunde an Alara vom Eberstamm weiter, auf deren Gesicht zu lesen war, dass sie innerlich rechnete: Machte sie gerade Schulden mit dem Bau eines neuen Schlosses in Ochsenblut? Sie musste nachfragen. »Es ist ein Skandal«, murmelte sie und hab die Urkunde dem Staatsrat zurück.

Der schaute aus gelblichen Augen in die Runde der Burggrafen und wiederholte: »Es ist ein Skandal.« Und dachte an seine eigenen, nicht unerheblichen Schulden. Dann raffte er sich: »Da die Alriskmark in dieser schweren Stunde der Not nicht ohne Herrschaft bleiben kann, hat die Krone des Königreiches die Familien Luring und Gareth konsultiert und einen Reichsvogt für die Alriksmark bestellt, der regieren möge, bis dass Yrsya von Luring-Gareth das lehnsfähige Alter erreicht hat oder die Krone einen anderen Burggrafen ernennt. Zum Reichsvogt beruft sie den edlen Herrn Gerwulf von Gareth, Hauptmann a.D.«

Damit endete die letzte Sitzung des Zedernkabinetts vor dem Großen Kabinett und der Kabinettstjoste auf Schlossen Auenwacht im Ingerimm.

GG&P-Con 2012 Garetien-, Greifenfurt- und Perricum-Con 2012

Dieser Artikel verweist auf die Handlung des GG&P-Cons 2012.