Mit unserem guten Namen - Das wird Wellen schlagen

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Wandleth, 13. Peraine 1035

Olberich setzte sein Gesicht des Bedauerns auf und gab die Standardantwort der letzten Wochen. "Mein Herr, Ihr müsst verstehen, seine Exzellenz Robosch ist leider erkrankt und kann nicht..."

Der gepudert Kaisermärker Patrizier verwandelte sich vor den Augen des Zwerges in cholerische Bestie. "Hör mir mal zu, du kleine Ratte. Ich vertrete eine nicht zu unterschätzende Gruppe Kaisermärker Investoren und will Eure Bücher sehen." Er griff über den Tisch und zog Olberich am Kragen so nah an sich heran, dass er jede einzelne gepuderte Pore auf der verbrauchten Haut sehen konnte. "Draußen wartet ein Trupp Bewaffneter, der hier alles eben mal so klein schlagen wird, wie ihr es im hartsteenschen gemacht habt. Haben wir uns verstanden?"

Olberich setzte sein Gesicht der Freundschaft auf. "Mein Herr, ich kann ja mal horchen, ob er wach ist." Vorsichtig entwand er sich dem Griff und ging ohne das Gewand glattzustreichen oder gar das Gesicht von der Bestie abzuwenden rückwärts durch die Tür hinter sich.

Das nun folgende Gesicht des Entsetzens hatte Olberich keineswegs absichtlich aufgesetzt - es kam von Herzen. Die Papiere mit den Schuldverschreibungen waren sortiert und zu Stapeln gebunden. Obenauf lag ein mit dem achtzackigen Stern der Steinbrechersippe gesiegelter Brief den die ordentlich zusammengelegte Amtskette des Stadtmeisters gegen Windzug beschwerte.

"Na, das wird Wellen im Königreich schlagen", bemerkte der Kaisermärker, der unbemerkt neben Olberich getreten war.

Vom Kronleuchter herab baumelte der Wandlether Stadtmeister.