Legenden Korgonds - Über Ucurius

Aus GaretienWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Inhaltsangabe Elmenbarth Horulf
Einleitung:
Legat Ucurius wird vom Horas beauftragt, mit seiner Legion eine Strafexpedition gegen die Herrscher Gareths zu führen. Meine Brüder und Schwestern in der Neugier, herzlich willkommen zu unserem Schlangenkränzchen, und herzlichen Dank, Bruder Haduwulf, dass wir dieses wegen der juristischen Probleme in die Reichsstadt verlegen konnten. Hört jetzt alle mal zu: Wir müssen uns heute einem weniger politischen Thema zuwenden. Treumunde, reicht mir doch einmal meine Notizen, die Mappe dort mit „Korgond“ auf dem Titel.
Stil:
  Heute möchte ich Euch aus einem Trauergesang, „naenia“ genannt, vorlesen, der anlässlich des Leichenzuges des Praefecten L. Ucurius Gareticus gesungen worden sein soll. Einige Teile desselben wurden seinerzeit von einer Hesindegeweihten zu Cuslicum niedergeschrieben und sind Phex-sei-dank bis heute in glaubwürdiger Abschrift zu Kuslik erhalten geblieben. Also gut, ich konnte über die Familie eine Abschrift der Luringer Chronik organisieren, in der sich ein Bericht über den Feldherrn Gareticus und seine Queste zum alten Tempel in Corgondia findet, also quasi die Gründungslegende für den Korgond-Mythos, an dem sich unser Adel momentan so träumerisch aufreibt.
Omen:
Im Traum erscheint ihm eine göttliche Offenbarung, dass im Westen der Provinz ein besonderer Ort sei: Dort klaffe noch immer eine offene Wunde der Erdgigantin Sumu. Es heißt hier also, entschuldigt meine holprige Übersetzung, „Ach weh, hätte doch die göttliche Schlange ihm nicht den Traum gesandt, wäre er doch nicht aufgebrochen in den finsteren Mittenwald zu finden den alten Tempel von Korgond.“ Der Schreiber – man war so nett mir das aktuelles Garethi zu übersetzen – schreibt also: „Feldherr Gareticus forderte eine Manipel für die Expedition in den Mittwald, nachdem ihm der Götterfürst mit 12 Falken am Himmel den Weg gezeigt hatte“.
Person:
Gemeinsam mit seinem engsten Getreuen, pilgert Ucurius an den alten Tempel von Corgondia. Dort empfängt sie ein mächtiger Troll, der sie vor vier Prüfungen stellt. Gemeinsam bestehen sie die vier Trollprüfungen. Weiter steht dort: „Ach wäre Galenos“ – damit meint er wahrscheinlich den Gelehrten Galenos von Punin – „ach wäre Galenos nicht mit ihm gezogen, und wäre der Weise nicht verwundet vom Trolle, der hätte ihm Rat geben können.“

Dabei geht es – ich habe das übersprungen – um einen mächtigen Trollwächter, der den beiden vier Prüfungen des Geistes auferlegte.

Wenig später dann dieser Eintrag: „Galendra von Luring wurde von ihren Getreuen zurück nach Luring getragen. Sie ward verwundet in Corgondia, im Kampf mit einem riesigen Trollwächter. Doch Feldherr Gareticus selbst konnte alle vier Prüfungen dorten erringen.“
Ort:
Ucurius schlägt die dortige Herrschaft blutig nieder und errichtet ein eigenes kleines Reich, dessen Hauptgarnison er in Hirschengraben errichtet. Jetzt muss man sich Ucurius nicht unbedingt als einen Helden im eigentlichen Sinne vorstellen. Zu Beginn der Klage hören wir „Wehe, Ucurius, wehe Gareticus, hättest Du doch nicht am Stein des Falken“ – da vermute ich eben Euer Lehen, Bruder Haduwulf – „hättest Du doch nicht am Stein des Falken, so blutig gewütet, hättest Du schon derzeiten um die gerechte Herrschaft gewusst!“ Ich finde das bemerkenswert, weil wir Gareticus nicht wirklich als Questenritter sondern eher als erfolgreichen Feldherrn kennen. Ein paar Jahre früher findet er sich auch in der Chronik: „Feldherr Gareticus schlägt den Aufstand zu Rubreth nieder, in Unterzahl und ohne Verluste. Die Götter sind mit dem Praefect des Horas, der einen wachen Geist und einen starken Schwertarm führt!“
Artefakt:
Am Altar erfährt Ucurius die Vision der Gerechten Herrschaft. Er sieht und versteht die Macht des Landes. Ergriffen und verwandelt lässt er seine Vision als Relief an die Frontseite des Tempelaltars von Korgond anbringen. Während sein getreuer Freund die Wacht des Tempels übernimmt, beginnt Ucurius mit den Erkenntnissen die Herrschaft über die Goldene Au auszuüben. Erst kniend vor dem Altar also, versteht Gareticus die Herrschaft: „Und ach und wehe: So spät erkanntest Du am Altar der gerechten Herrschaft zu Korgond, dass wer an den Zügeln reißt, doch nur das Reittier zu Schande reitet. Macht kann nur gegeben, aber nicht genommen werden.“ Meine Brüder und Schwestern: Diese Erkenntnis, von den Göttern und anderen Kräften des Landes, ist über tausend Jahre alt!

Weiter lesen wir dann, dass Gareticus seinem treuen Freund Galenos die Wacht am Tempel überlässt, während er das erkannte anzuwenden sucht.

Also Ihr Lieben: Was immer Gareticus in Korgond entdeckt hat, scheint auch für uns interessant, denn es stärkt unsere Interessen in beide Richtungen, in Abgrenzung gegenüber dem Kaiserhaus auf der einen und den Gemeinen auf der anderen Seite. Es heißt nämlich später in der Chronik: „Galendra von Luring hat auf des Praefecten persönlichen Wunsch die Wacht über den Tempel der Herrschaft zu Corgondia übernommen. Nur hier kann das edle Blut mit dem edlen Schwur die Herrschaft über das edle Land besiegeln. Den kein König kann alleine das ganze Land zügeln!
Ende:
Doch Ucurius kann das Band mit dem Land nicht schließen und so bedrängen ihn seine Feinde von allen Seiten. In einem verzweifelten Feldzug an den Quell des Flusses Rakula, wird er mit seiner Legion schließlich vernichtend geschlagen. Aber damals wie heute nutzen die Tyrannen ihre gestohlene Gewalt und treiben die Vision des Gareticus in die Arme die Niederhöllen: „Wehe denen, die Deine große Taten nicht erkannten, wehe denen, die dein Reich des Friedens niederritten, wehe denen, die Deinen gesegneten Verstand sandten an Hesindens heiligen Hofe! Der Tempel, den Galenos mit Dir verbarg, soll finden, wer deinem Geiste nachfolgt.“ Das, meine lieben Brüder und Schwestern, ist der Grund, warum ich vor wenigen Jahren lieber meine Kirche opferte, als dass ich Gareticus‘ heilige Erkenntnis weiter den Suchenden und Wissenden vorenthalten hätte. Und die Wiederkunft Korgonds gibt mir Recht! Es bleibt uns natürlich noch zu ergründen, warum Gareticus letztendlich als Präfekt scheiterte, hier steht schlicht: „Galendra und der Tempel wurden verhüllt.“ – dafür muss es einen Grund geben, und später lese ich noch „Gareticus und sein Heer wurden im Reichsforst von Rebellen aufgerieben.“, das ist insbesondere bemerkenswert, weil wir ja davon ausgehen müssen, dass er das Geheimnis der Herrschaft entdeckt hat.

Kommen wir mal zurück ins hier und heute. Als nächste Schritte sammeln wir mehr Informationen über diesen Gareticus und schicken unsere Leute ins wiedererschienene Korgond. Ich möchte die Interpretation dieser Legende nicht meinen politischen Gegnern überlassen!