Landvogt Alrik schwärzt die Eslamsgrunder an

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Kreusenburg zu Eslamsgrund, den sechsten Firun 1019 BF

An Ihro Hochgeborene Exzellenz, die Baronin zu Hartsteen, Staatsrätin und Walterin Garetiens Alwene von Gareth

Die Zwölfe zum Gru8e und immer euer Diener, Hehre!

Ich daselbst, nunmehr schon viele Sonnenwenden dem Wohl des Landes dienend und mich daselbst im Dienste als Vogt. verzehrend, sehe mich alsdann gezwungen, euch vom Unglück und Ärger, der über mein Land zu fallen droht, zu berichten um demütigst. und Gerechtigkeit heischend euer Urteil zu erwarten.

Geschehen nämlich ist, dass einer von mir verlangt, was ihm nicht gebührt, oder, wie der Bauer sagt, dass »der Baum seinen Apfel selber essen will«. Zugetragen hat sich vor wenigen Praiosläufen, dass der Rat der Stadt Eslamsgrund - mit wohl blind gegebener Einwilligung Efferdanes von Ehrenstein, der sowohl der Stadt. als auch der mir untergebenen Baronie gebietenden Gräfin - beschlossen hat, eine Bildungsstätte, eine Universalschule, zu gründen.

Nun sind, so denke ich, Adlige und Krieger immer froh, ihre Künste zu vervollkommnen, was durchaus begrüßenswert ist. Doch in diesem Falle, Exzellenz, muss das ganze anders betrachtet werden: Der Plan des Stadtrates ist nämlich, die Universalschule jeglicher Bevölkerung, also auch dem Bauern, ja, dem Tagelöhner zu öffnen. Das aber, so meine ich, ist Unrecht: Ein schlauer Bauer ist ein fauler Bauer, das einfache Volk muss nicht mehr verstehen als es zum Arbeiten braucht! Noch ist Eslamsgrund ein friedliches Gebiet, ist Garetien nicht durch Neid, Rechthaberei und die Götter hinterfragenden Wissensdurst zerrissen. Ich bitte und flehe euch an, Alwene von Gareth, lasst es nicht zu, dass dieser Tempel falschen Wissens errichtet wird!

Nun aber bin ich in der glücklichen Lage, das die Stadt Eslamsgrund gänzlich von meinem Land umgeben ist, über dessen Bauwesen von Alters her allein ich befehle. Die Stadt aber ist so arg von stumpfsinnigen, niemandem nützenden und niemandem hinderliichen Bürgern überfüllt, dass innerhalb der Stadtmauern kein Platz für das Gebäude der geplanten Universalschule verbleibt. Weshalb wollten die Städter - allen voran ein gewisser F. von Ballrath, vor dessen das Kaiserhaus in Frage stellenden Gedanken ich warnen möchte - einen Großteil der Universalschule außerhalb, in meinem Gebiet, bauen,was ich natürlich im Namen des Adels und der guten, althergebrachten Form verbieten musste. Nun kam der Stadtrat, allen voran Forlopp von Ballrath, auf die Idee, die Stadtmauern einfach etwas außerhalb wieder aufzubauen, eine gleich zweifach perfide Idee, da Forlopp und seine Kumpanei so ihre Brutstätte des Ketzertums und Aufstandes errichten können, ohne mich um Einwilligung fragen zu müssen, und da dieses Ansinnen meiner Baronie ein gutes Stück Land abzwackt. . Zuletzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass jener Forlopp eigennützig handelt, da er seine Tochter Faenhild als Führerin jener Universalschule vorgesehen hat. Nun meine inständige, flehende Bitte an euch: Sollte Forlopp euch ersuchen, das Stadtgebiet. ausweiten zu dürfen, lehnt ab! Hört nicht auf des Stadtrates Argumente: Nissen mag gut sein, Brave Bauern sind besser! Mit dieser Herzenssache möchte ich verbleiben, grüße die Zwölfe, den König und den gestrengen Firun, der nunmehr über uns waltet, Euer sich verneigender

Alrik von Eslamsgrund-Illgeney im Grund