Geschichten:Lage in Wasserburg - Wer Wind sät, bekommt Sturmenten

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Dienstzimmer der Sonderflottillenleitung - Perricumer Kriegshafen 14. PER 1042 BF
“Das ist ja unerhört! Was erlauben die sich?”, Miria von Gaulsfurt schlug den Brief so laut auf den massiven Schreibtisch der Flottillenleitung, dass die Kapitänin neben ihr kurz zusammenzuckte und pikiert den Kopf schüttelte.
“Und meinen die wir sind auf der Brennsuppe dahergeschwommen? Ich fahre seit zwanzig Götterläufen auf dem Darpat und kenne die Liegepreise an jedem Hafen von hier bis Rommilys. Was die verlangen grenzt an Hochverrat!”
"Das mag sein aber was sollen wir machen, die Stadt Wasserburg untersteht nur noch dem Markgrafen... Die können die Preise hochsetzen wie sie wollen...", besorgt rieb sich Dara von Hardenstatt die Stirn. Schon einige Male hatte sie sich in den letzten Monaten gefragt ob sie die richtige Entscheidung getroffen hatte diesen Posten anzunehmen.
Auffordernd wandte sich die stellvertretende Flottillenleiterin an die Kommandantin, “jetzt Sag doch auch mal was dazu, Yanda! Was gibt es denn da überhaupt zu Grinsen? Es geht hier um dein Amt!”, die Angesprochene richtete sich langsam von der Lektüre eines weiteren Schreibens auf und lächelte die beiden Damen selbstgefällig an.
“Nun ich habe auch lange darüber nachgedacht wie es jetzt weitergehen soll. Und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich es satt habe mir von allen auf der Nase herumtanzen zu lassen. Wenn wir es nicht freundschaftlich mit Wasserburg durchsetzen können, dann wird es jetzt eben auf die ungemütliche Art gemacht”, Dara blickte ihre Vorgesetzte fragend an.
Diese Seite kannte sie an Yanda noch nicht.
“Der Wiedereinzug der Sonderflottille Flußwacht in Wasserburg wird sobald wie möglich erfolgen. Wie schnell könnt Ihr eure Schiffe und Mannschaften verlegefertig machen, von Hardenstatt?”, etwas überrascht von der Frage stockte die junge Kapitänin anfangs leicht, “ähm, naja. Einige Vorbereitungen laufen ja bereits... Ich denke in drei Tagen wären wir soweit, wenn wir sofort anfangen”, stellte die junge Frau fest.
“Das klingt hervorragend. Eindeutig zu wenig Zeit um zu reagieren. Sie bekommen noch fünf Matrosen von unserem Stützpunkt als Verstärkung zugeteilt. Die Unterstützung werden Sie gebrauchen können”, sie machte eine kurze Pause und erwiderte Blicke mit der verwundert dreinblickenden, gestriegelten Zopfträgerin.
“Ihr werdet Euch die Liegeplätze nehmen, welche der Flotte zustehen und beginnt mit dem Ausbau der flotteneigenen Gebäude. Die Stadt ist markgräflich, nicht reichsunmittelbar. Als solche haben sie der Flotte IHRES Lehensgebers - noch dazu einer Sonderabteilung der Reichsflotte - genügend Platz am Hafen einzuräumen”, Yanda ließ die Worte kurz wirken.
Jetzt begann auch Miria von Gaulsfurt zu grinsen und klatschte in die Hände, “endlich mal wieder ein wenig Trubel hier. Sehr gut!”
Yanda fuhr fort, “ich garantiere Euch, wenn wir aggresiv genug auftreten wird die Stadt kleinbeigeben. Wenn wir den Großteil der Liegeplätze blockieren müssen sie irgendwann einlenken, was wollen sie auch anderes tun? Die Männer und Frauen des Markgrafen und vor allem die Schiffe werden sie nicht anrühren. Das können sie sich nicht erlauben", stellte Yanda fest, ehe sie fortfuhr, "der Stadtrat hätte mit einer kleinen symbolischen Geste ihr Wohlwollen zu unserem Vorhaben zeigen und sich eine Menge Ärger sparen können. Aber wir sind kein Spaßverein und wir lassen uns auch nicht so schäbig abwimmeln. Jetzt wählen sie den wirklich teuren Weg. Mal sehen ob sie dann bei unserer Anreise am 20. Peraine zu Gesprächen bereit sind”, sichtlich zufrieden erhob sich die Kommandantin und setzte den Hut auf ihre kurzen Haare.
“Also drei Tage, von Hardenstatt. Dann legt Ihr ab!”, die Kommandantin verließ gutgelaunt das Dienstzimmer.
Dara spürte eine gewisse Zufriedenheit, sie würden endlich nicht mehr passiv bleiben sondern sich aktiv wehren! Das gefiel ihr und doch war da eine gewisse Unbehagtheit die sie nicht loslies.
Diese Dreistigkeit würden die Stadträte zwar treffen aber auch die Handelskapitäne. Davon abgesehen würde dieses Vorgehen Dara sicherlich nicht allzubeliebt in Wasserburg machen. Sie hätte wohl in kürzester Zeit die Handelkapitäne als auch den Großteil der Stadt gegen sich und die Flottille. Die junge Frau hoffte dass sie sich hier nicht alle verzettelten. Andererseits hatte die Stadt die Möglichkeit gehabt ohne große Umstände durchzuwinken. Nun würden sie die Antwort für ihre Arroganz erhalten. Mögen sie uns hassen, wenn sie uns nur fürchten. Dara richtete sich auf, strich ihre Uniform glatt und blickte zuversichtlich nach vorne, vor ihr lag eine große Aufgabe und sie hatte nicht vor zu versagen!


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14. Per 1042 BF
Lage in Wasserburg - Wer Wind sät, bekommt Sturmenten
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Kapitel 12

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Kapitel 3

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Autor: DreiHund, Vlad