Kaiserturnier 1041 BF - Wulfhart von Keilholtz fordert Travingo Rizzi

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Die Keilholtzer standen recht unbeachtet am Rande des Turnierfeldes und sahen zu, wie die ersten Reizer zu den aufgestellten Schilden der Trutzer marschierten. Während einige der anwesenden Adligen sofort zu wissen schienen wen sie sich als Gegner wünschten, war die Wahl für die Greifenfurter nicht ganz so leicht. Viele der Wappen waren selbst Baron Ardo unbekannt, obschon er in den letzten Götterläufen manchen Reichstag besucht hatte. Sein Vater Wulfhart war ebenfalls als Reizer ausgelost worden, stand jedoch vor einem ähnlichen Dilemma. Doch der alternde Ritter vertraute stets darauf, dass die Götter ihm den Weg weisen würden. Als er die Reihe der Schilde besah, fiel ihm ein in der Abendsonne golden und silbern glänzendes Wappen auf. Doch nicht die verspielten Ornamente am Schildrand hatten es ihm angetan, sondern das Wappen selbst, welches offensichtlich Travias heiligen Kessel darstellte. Der Ritter schickte seinen Knappen zum Turnierherold um in Erfahrung zu bringen, wem dieser Schild wohl gehören möge.

„Der Name des Ritters lautet Travingo Rizzi, Herr“, meldete ihm Leuthardt bei seiner Rückkehr. „Er ist ein junger Cavalliere aus dem Horasreich, kaum älter als ich selbst.“

„Ha! Wenn das mal kein Fingerzeig der gütigen Göttin ist. Ein blasierter Jüngling aus dem Reich, wo sie mit Zahnstochern fechten und noch dazu sozusagen unter Travias Banner.“ Gutmütig rieb der Greifenfurter sich die Hände. „Dann will ich dem Jüngelchen mal die Möglichkeit geben, einmal im Leben mit einem echten Ritter die Lanzen zu kreuzen.“

„Unterschätze ihn nicht Vater.“ Ardo hielt ihn leicht am Arm zurück. “Ich habe die Liebfelder schon mehr als einmal kämpfen sehen und es gibt genügend unter ihnen die ihr Handwerk verstehen. Umsonst wird der Kerl sich nicht gemeldet haben.“

„Keine Sorge Junge.“ Sanft aber bestimmt löste Wulfhart seinen Arm aus Ardos Griff. „Ich habe zu viele Schlachten geschlagen und überlebt um leichtfertig zu sein. Ich nehme diesen jungen Mann genauso ernst wie jeden anderen Gegner auf diesem Turnierfeld.“ Mit diesen Worten schritt er nach vorn, zog sein Schwert und schlug die flache Seite geräuschvoll auf Travias Kessel.

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„Bruder…Bruder!“, Travingo fuhr hoch und öffnete seine Augen. Der Jüngling hatte es sich gerade an einem schattigen Platz am Turniergelände bequem gemacht.

„Was ist denn los?“, entgegnete er seiner Schwester sichtlich genervt.

„Du wurdest soeben gefordert. Das ist so aufregend.“ Travietta schlug ihre Hände freudig zusammen.

„Ach ja, von wem denn?“ Travingo unterdrückte nur mit großer Mühe ein Gähnen.

„Wulfbart…hart…äh…ja Wulhart von Keilholtz… Ein recht alter Ritter aus Greifenfurt.“

„Soso, Greifenfurt…“, Travingo kratzte sich die Schläfe. „…Ist bei den Orks dort oben, nicht?“ Er blickte in das fragende Gesicht seiner Schwester. „Sei es drum, dann gilt es wohl mich vorzubereiten…“

Texte der Hauptreihe:
K51. Wulfhart von Keilholtz fordert Travingo Rizzi
1. Pra 1041 BF zur abendlichen Boronstunde
Wulfhart von Keilholtz fordert Travingo Rizzi
Wulfger von Schallenberg fordert Tsaiane von Talbach

Kapitel 51

Wunnemar Thankmar von Galebfurten-Bienenturm fordert Padora von Boltansroden
Autor: Robert O., (Ingo W.)