In den Bannstrahl genommen

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Das Gemach war klein und schmucklos und der Mann, der im Schatten stand, schien von diesem umschmeichelt, was widersinnig war in den Augen seiner Besucher, gebot doch sein Rang eigentlich, dass er im blendenden Sonnenlicht zur Mittagsstunde auf offenen Plätzen seine Empfänge zelebrierte. Schwester Lucida zog die Augenbrauen grimmig zusammen und sah in Richtung des ‚Beschirmers der Ordnung Greifenlande zu Greifenfurt'. Er hatte zu diesem Treffen in sein Arbeitszimmer geladen, während draußen vor den Holzläden der Herr Efferd seinen reichen Segen über der Stadt niedergehen ließ. „Bekenner?“ Ein Schauder rann über den Rücken der erfahrenen Streiterin des göttlichen Bannstrahls.

„Bekenner.“ In der Stimme Nasars schwang Ekel mit, während er die blicklosen Augen auf Lucida richtete.

„Und nun?“

„Ihr geleitet meinen Knappen zur Boronlege des Vogtes seiner Großmutter. Und dabei werdet ihr zwei komplette Fäuste Bannstrahler als Ehrengeleit mitführen; auch, um den Dörflern ein Licht aufgehen zu lassen. Und ihr,“ Nasars Kopf ruckte herum in Richtung Bruder Lumans, „entbindet sofort alle Wachen aus dem Dienst in der Stadt und schickt sie in Zweierformation auf Patrouille. Es geht nicht an, dass ein Irrglaube die Mark unterhöhlt, weil wir nur in der Stadt selbst Präsenz zeigen.“

„Was sagt Seine Ehrwürden zu den Vorkommnissen?“

„Ich treffe Ihn heute Nachmittag und werde ihm vorschlagen, dass Geweihte des Praios unsere Patrouillen begleiten. Das wäre sinnvoll, um ein Zeichen zu setzen.“

„Nun gut. Unser Leben in Praios Hand.“