In den Augen der Greifin

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„Das ist nicht Euer Ernst!“ Die Greifin starrte den Meister der Mark fassungslos an und ballte eine Hand zur Faust.

„Ich bin nur der Bote der schlechten Nachrichten und wollte Euch informieren, bevor Ihr dies in der von den hiesigen Schmierblättern ‚bereinigten‘ Form erfahrt.“ Bredogar Eustachius von Parsenburg, der Meister der Mark, machte sich auf ein gehöriges Donnerwetter gefasst, das indes nicht kam. Stattdessen glitt die Hand der Greifin an ihren Bauch und streichelte nachlässig darüber. „Das ist übel. Sehr übel. Noch ist es nur ein Vogt…“

„Es könnte sich um einen Zug der Kirche des Unbenamten handeln.“ Der Blick der Greifin hätte den vor ihr stehenden Mann problemlos zu Asche verbrennen können, wäre er nicht in langer Arbeit immun gegen solcherart Kritik geworden. „Wir beide wissen, dass die ‚Bekenner‘ nie ganz zur Ruhe gekommen sind. Einige ihrer Fanatiker streifen bis heute durch die Mark und es ist nie gelungen, ihrer habhaft zu werden.

„Und nun?“ Die Frage, neutral gemeint, hing wie eine Phiole mit Hylailer Feuer in der Schwebe, bereit, zu Boden und kaputt zu gehen.

„Versammeln Sie die Registratur und bereiten Sie Boten vor, die Botschaften an die Baronshöfe tragen. Und geben Sie Nachricht an die Kirche des Praios. Ich bestelle den Illuminatus ein.“

„Ihr bestellt…?“ Der Blick des Meisters der Mark brach an den Augen der Greifin. Na das würde eine spannende Zusammenkunft werden.