In Travias Namen 8

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1. Travia 1026BF zu Hommern

Aus Samias Augen liefen Tränen.

Elgeon lächelte schwach, "Ist schon gut meine Liebe..."

Samia drückte seine Hand. "Verlass uns nicht Vater!", schluchzte sie leise.

Elgeons Stimme war dumpf, "Keine Sorge, ich werde immer bei euch sein. So wie Travias Segen immer über diesem Haus sein möge." Sein Blick glitt von seiner Tochter in den Hintergrund des Raumes. Das Portrait seiner Frau hing noch immer im Raum. Ein Lächeln glitt über sein Gesicht.

"Euer Gnaden...", Elgeons Stimme versagte.

Gwynna Olpurga von Eychgras trat leise an sein Bett und legte ihre Hände auf die seinen.

"... heute ist der Tag der Heimkehr.", setzte Elgeon fort.

Die Geweihte nickte, "Die Göttin erwartet euch in ihrer Herberge. Geht ohne Sorge."

Samia schluchzte auf.

Elgeon hatte nun auch Tränen in den Augen, "Der Tempel ... ich habe es nicht geschafft ihn zu vollenden..."

Gwynna schüttelte den Kopf, "Die Göttin weiss um euren starken Glauben, habt keine Sorge..."

Samia unterbrach, "... wir werden ihn für dich vollenden, Vater!"

Elgeon schaute sie an, "Hab Dank...". Seine Stimme versagte.

"Lasst uns beten", flüsterte die Geweihte.

Samiel und Elaos traten neben ihre Schwester und senkten die Köpfe zum Gebet. Neben Gwynna trat ihr Sohn Alabrecht, wie sie in die Farben der Göttin gekleidet.

"Mutter Travia, diesen Menschen will ich Dir anempfehlen. Halte Deine göttliche Hand über seine Seele und geleite sie sicher in Deine Herberge."

Elgeons Gesicht zeigte ein Lächeln, als sein Kopf langsam zur Seite fiel. Seine Brust hob und senkte sich ein letztes Mal. Dann war Stille im Raum. Alabrecht hob seine Hand zu Elgeons Augen um diese zu schliessen. Seine Mutter hielt ihn zurück.

"Er schaut auf ihr Bild. Lass ihn." Alabrecht folgte verwundert dem Blick Elgeons gebrochener Augen. Tatsächlich sah es so aus, als schaute er noch immer lächelnd auf das Bild seiner Geliebten Frau Sadera.

Samias Brüder schluchzten und drückten sich an ihre Schwester. Samia hingegen weinte nicht. Sie schaute lächelnd auf ihre toten Vater hinab.

Als Gwynna sie sanft bei den Schultern nahm und aus dem Zimmer schob, lächelte sie noch immer.

Texte der Hauptreihe:
K1. Teil 1
K2. Teil 2
K3. Teil 3
K4. Teil 4
K5. Teil 5
K6. Teil 6
K7. Teil 7
K8. Teil 8
K9. Teil 9
K10. Teil 10
1010 BF
Teil 8
Teil 7

Kapitel 8

Teil 9
Autor: Goswin,Samia