Hoch zu Ross zum tiefen Fall

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Bei Tempel Sankt Ireanor in der Nähe von Grummbusch, in der Baronie Höllenwall

Escalia und ihr kleines Gefolge fühlten sich in die Enge getrieben. Trotzt all ihrer Bemühungen hatte sich der Höllenwaller nicht erweichen lassen und als Verhandlungsort den neuen Tempel zu Grummbusch bestimmt. Immerhin war ihr sicheres Geleit und Aufenthalt gewährt worden.
Argwöhnisch beäugte sie die Baustelle, inzwischen war der aufwendige Dachstuhl in Arbeit, flankiert wurde der zentrale Turm der wie eine mächtige Spitze hervorragte, von insgesamt acht weiteren spitzen Türmchen, von Ferne sah es aus wie die Spitze einer Korseke.
Neben mehreren Haufen Söldner wimmelte es von Helburger in ihrer üblichen schwarzen Tracht. Der Baron selbst war in Rot und Schwarz gekleidet, an seiner Seite der nebachotische Hofkaplan Denderan von Pfiffenstock und Hauptmann Neunfinger von den Korgonern. Ein unheimliches Dreigespann das die ankommenden Fremmelsfelder abschätzig betrachtete. Es war kein Geheimnis das der Höllenwaller die Fremmelsfelderin nicht als Gleichwertige ansah. Seiner Meinung nach gehört sie wieder in die Zeit zurückgeschleudert, aus der sie gekommen war.
Im Gefolge Escallias war auch ein Geweihter der Herrin Rondra, die selbst noch einen Strauß wegen dem Tempel zu fechten hatten. Ihr Hauptmann Amarelo jedoch hatte sie nicht begleitet, um seiner eigenen Sicherheit wegen hatte sie dem zugebilligt.
Die Baronin Ondinai von Weyringshaus-Helburg war leider nicht zugegen, sie weilte schon seit Wochen in der Raulsmark, wie für sich passend der Höllenwaller doch dies eingerichtet hatte.
Die Begrüßung entsprach dem höfischen Reglement, jedoch ohne jede Herzlichkeit. Die Fronten waren klar, und eine weitere Verbundenheit ausgeschlossen für jetzt und in der Zukunft. Das was einst zu Gallstein als Grundstein für eine zukünftige Zusammenarbeit begann, war nun vorbei.
Die Verhandlung fand im noch unfertigen Tempel statt, rechts vom Altar der Höllenwaller, links davon Escallia. In einem eisernen Käfig in der Mitte des Turmes, 3 Schritt über dem Boden, hing Ayla. Man hatte sie zudem gefesselt und geknebelt um weitere Störungen zu vermeiden.
Im Gefolge des Höllenwallers befanden sich auch die Praiosgeweihten, welche an dem Urteil mitgewirkt hatten, die beiden Diener des Kor und eine Menge Familienmitglieder, allen Voran die gefürchtete Vögtin, ebenfalls die freiherrliche Inquisitionsrätin Zweifelfels
Einer der Praiosgeweihten begann die Verfehlungen und das Urteil vorzulesen, immer wieder unterbrochen von den Fremmelsfeldern, im hohen Maße durch den Rondrageweihten, der diese gesamte Farce für schreiendes Unrecht hielt. Es kam zu einem regelrechten Disput, in dem die Hitzigkeit der Fremmelsfelder der Überzahl der Helburger in nichts nachstand. Escallia und der Höllenwaller beteiligten sich nicht daran, die eine abwartend, der andere genießend betrachteten sie das sinnlose Schauspiel. Letztlich wusste doch ein jeder das nur die Meinung, oder vielmehr die Entscheidung von zwei Leuten entscheidend war.
Immer stärker gerieten nun die Forderungen für die Sühne in den Vordergrund, da erhob sich Raom Lostanis, der Junker von Byderisch und trat unter den Käfig.: „Euer Hochgeboren, da ihr es unbedingt auf eine Ausgleich der nun berechtigten oder unberechtigten Schuld Aylas von Hahentritt besteht, so biete ich euch mein Junkertum dafür an. Sofern ihr oder einer der hier Anwesenden bereit ist mich in einem fairen Wettkampf zu Ross zu besiegen. Gewinnt ihr soll mein Junkertum fortan und immerdar dem hiesigen Kortempel gehören, verliert ihr so kommt Ayla von Hahnentritt frei ohne weitere Forderungen eurerseits.“
Schlagartig war es still geworden im Tempel. Da erhob sich der Baron von Höllenwall mit finsterem Gesicht: „Ihr wagt es mich oder einen der meinen zu fordern. Es steht euch nicht an in dieser Verhandlung eine Entscheidung zu erzwingen, auch wenn eure Geste ehrenwert erscheint.“ „Habt ihr oder eure KOR-Schösslinge Angst?“, der Rondrianer sprang auf und stellt sich dem Junker an die Seite: „Ein solch noble Tat sollte nicht unter kleinkrämerischen Ansichten begraben werden. Bei Rondra und ihrem Sohne KOR, nehmt es an oder geltet fürderhin als der größte Feigling landauf- und ab.“
„Nun denn, dann bei alter Sitte nehme ich die Forderung an und bestimme die Bedingung des Kampfes. Jedoch da ihr so leutselig dem Junker zur Seite steht, so lass ich euch mitkämpfen für die Ansprüche eurer Kirche die mit eurer Niederlage ein für alle Mal aus der Welt sind, ebenso jegliche Forderungen aus Fremmelsfelde den Leichnam in seine alte Heimat zu überführen.“ Escallia war ebenfalls aufgestanden, sie und der Rondrianer nickten.

„So sei es, zu Pferde werdet ihr kämpfen, allein ein jeder bewaffnet mit einem Morgenstern. Gruppe gegen Gruppe bis auf das dritte Blut! Allein der Segen der Götter möge euch beistehen.“
Da wurde der Junker bleich, und auch der Rondrianer zögerte, hingegen waren nun der Hofkaplan und der Hauptmann aufgesprungen und knieten sich vor dem Höllenwaller nieder. Gemeinsam sprachen sie: „Wir kämpfen, siegen oder sterben für euch! Bei KOR!“

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Briefspiel in Eslamsgrund
Hoch zu Ross zum tiefen Fall
7. Ron 1040 BF zur mittäglichen Praiosstunde
Herz und Land dem grimmen Streiter

Kapitel 5

Blutiges Land
Autor: Malepartus in Zusammenarbeit mit Goswin