Herz und Land dem grimmen Streiter

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Escalia wandte sich an den neuen Hauptmann ihrer Garde Amarelo: „Diese Frechheit, ich werde es vor den Grafen bringen. Solch ein Urteil ist nie und nimmer rechtsgültig.“
Amarelo schüttelte bedächtig den Kopf: “ Das mag sein, doch wird sich ein solcher Rechtstreit über Jahre hinziehen, und selbst wenn ihr gewinnen solltet, wird der Höllenwaller die gute Hahnentritt niemals ziehen lassen. Eher stirbt sie an einer Krankheit oder ähnlichem, ihr kennt meinem ehemaligen Herrn nicht so gut wie ich. Glaubt mir bitte euer Hochgeboren, sie wird sterben wenn ihr es vor den Grafen bringt. Und ewig bis zu ihrem Ende in den Kerkern schmachten, wenn ihr dem Gesuch nicht nachkommt“
„Was ist nur in 400 Jahren aus diesem Reich geworden. Obwohl, die Helburger waren schon immer eine miese Bande. Warum musste ausgerechnet der gute Irean sich mit solchen Halunken einlassen.“
„Vermutlich einte sie die Verbundenheit zu KOR. Zudem waren es beide Pulethaner. Und auch wenn man es nicht glauben mag, so hat der Höllenwaller ein durchaus einnehmendes Wesen, auf seine Weise.“
„Auf seine Weise, pah.“, die Wut in ihr suchte sich ihren Weg und ein unschuldiger Hocker wandelte sich kurzerhand in Feuerholz um.
„Beruhigt euch doch bitte euer Hochgeboren!“; sprach nun Raom Lostanis, der Junker von Byderisch: “Immerhin ist seit dem Abzug der Korgoner nach Höllenwall die Unterhaltspflicht entfallen. Bietet ihm dafür Ersatz, und wenn es eben sein muss für diesen Tempel, den Niemanden aufsuchen wird. Angeblich werden an dem Tempel die Korgoner ihre neue Kaserne erhalten.“
„Und was soll ich ihm dafür geben? Mit Sicherheit nicht Gippelstein, da ist die zudem die Rechtslage der Nachfolge eh noch ungeklärt. Und selbst wenn werde ich ihm nicht einen der schönsten Flecken meiner Ländereien überlassen, oder eben diesem Tempel.“
„Nehmt doch meine Ländereien.“, sprach da der Junker. Totale Verblüffung machte sich im Gesicht der Baronin breit. „Ihr wollt euren Titel und euer Land hergeben?“
„Jein, wir werden dem Höllenwaller einen rondrianischen Zweikampf vorschlagen, gewinnt sein Tempelvorsteher, dann bekommt er mein Junkertum, und ich trete Titel und Rechte ab. Gewinne ich bekommt er nichts. In beiden Fällen jedoch muss er Ayla ziehen lassen.“
„Warum sollte er sich auf solch einen Kuhhandel einlassen?“, schnaubte Amarelo.
„Weil wir ihn fordern werden, samt seiner KOR-Bande, eigentlich hat er gar keine andere Wahl. Wir werden sie an ihrer vermeintlichen Ehre packen. Da es um den Tempel geht wird der Höllenwaller und seine Schergen gar nicht anders können als sich darauf einzulassen.“
Amarelo schüttelte wieder den Kopf: „Was macht euch denn so sicher, überhaupt einen solchen Zweikampf gewinnen zu können. Ihr solltet weder den Baron noch seine Schergen unterschätzen. Auch einem Hartsteen hat er das Fürchten gelehrt.“
„Ein Zweikampf kann auf vielerlei Arten gefochten werden, ich fordere sie zu einem Wettreiten oder einer Tjost auf. In beidem bin ich ziemlich gut, und ich denke doch die Leuin ist auf meiner Seite.“
Escalia nickte: „Nun gut, ich hoffe das euer gewagter Plan aufgeht. Dann treten wir also in die Verhandlungen, um Aylas Willen.“

Weitere Texte dieser Reihe:
4. Herz und Land dem grimmen Streiter
Herz und Land dem grimmen Streiter

Kapitel 4
« Deine Knochen, meine Knochen! Hoch zu Ross zum tiefen Fall »
Briefspiel 
Zeit: 15. Pra 1040 BF, am Nachmittag
Autor: Malepartus; in Zusammenarbeit mit Goswin