Glücksgefühle - Hals- und Beinbruch

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Peraine 1031 BF, Wandleth

Dramatis Personae

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Schluchzend, sein Kopf in sein Kissen gedrückt, war Wolfaran an sein Bett gefesselt. Blöder Gaul, dachte er. Warum musste er gerade jetzt vom Pferd fallen und sich den Oberschenkelhals brechen? Wolfaran war eigentlich ein guter Reiter, aber er musste sich ja unbedingt mit diesem hochnäsigen Knappen aus dem Hause Ruchin messen. Er war es satt, dass sie ihm immer vorhielten, dass er ja nur ein Bastard war und nicht so war sie, sie... diese Ruchins, Harsteens und Erlenstammer.

Aber im Herzen war er ein von Ochs und junge Ochsen jagen nun mal gerne dem Roten Tuch nach. Für die anderen Knappen ein Leichtes gewesen, den jungen Wolfaran bis aufs Blut zu reizen, dass er unvorsichtig wurde und die Zügel mit ihm durchgingen, im wahrsten Sinne des Wortes.

So war es für Wolfaran auch nur ein schwacher Trost, dass sie extra Stallausmisten als Strafe auferlegt bekamen, denn seine Strafe war härter als alle anderen, denn die alljährliche Reise nach Gareth würde dieses Mal ohne ihn stattfinden. So sehr er auch bettelte, sein Schwertvater verbot ihm ja schon das Aufstehen, wie sollte er ihn denn dann überzeugen können eine Kutsche zu besteigen?

Wenn er sie schon nicht besuchen könnte, so würde er ihr Schreiben. Ja, er würde Schreiben. In der Minne war er nicht sonderlich geübt, aber was er zur Papier brachte kam von Herzen.

Bis zu seiner nächsten Reise nach Gareth sollte er die Feder schwingen. Einen jeden Mond schrieb er einen Brief, meist über sein Leben, manchmal auch ein Gedicht oder eine Sage die ihn berührte.

Viele Male führt seine Weg zur Botenstation. Er hoffte auf Antwort, doch er sollte keine erhalten

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Texte der Hauptreihe:
K3. Hals- und Beinbruch
1. Per 1031 BF
Hals- und Beinbruch
Leben im Schlund

Kapitel 3

Geschichtenerzähler
Autor: Treumunde