Gähnende Leere - Teil 7

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Überall war gähnende Leere.
Seit Tagen ritt Neunfinger durch die Höllenwall. Die meisten Orte hatten die Katastrophe überlebt. Die Menschen hatte Flüchtlinge aufgenommen, warteten nun verängstigt auf Obrigkeit. Doch die kam nicht.
Die Junker blieben still, die Ritter waren ratlos. Niemand war darauf vorbereitet, dass Höllenwall führungslos war.
Die Schäden hielten sich in Grenzen. Doch je näher man dem Silvadorn kam umso mehr Zerstörung sah man. Die Stadt Höllenwall war niedergebrannt, Burg Nymphenhall lag in Trümmern.
Er hatte versucht über Niffelheim und Nymswyl zur Helburg zu gelangen. Doch der Weg war zerstört. Überall hatten sich Risse im Felsen aufgetan, tiefe, scheinbar grundlose Spalten verwehrten die Weiterreise. Neunfinger hatte vorerst aufgegeben.
Überhaupt schien es ihm immer weniger ratsam allein in das Gebiet vorzudringen. Zu deutlich waren die unheiligen Zeichen. Etliche Ratten hatte er erschlagen, Rattenpilze am Wegesrand zertreten. Und doch blieb diese unheilige Präsenz.
Nachdenklich blickte er zu den Ruinen der Helburg.
Er mochte Denderan vorerst aus dem Spiel genommen haben, doch andere würden kommen und erkennen, was geschehen sein musste.
Neunfinger schüttelte den Kopf.
Was hatte Malepartus nur getan. Und warum?
Wenn Denderan recht hatte und der Baron seine gesamte Familie geopfert hatte, Neunfinger schauderte bei dem Gedanken, dann musste er doch ein Ziel gehabt haben. Die Zerstörung der Helburg konnte es doch nicht gewesen sein. Es musste etwas Großes, Bedeutendes gewesen sein.
Oder es würde noch kommen. Vielleicht hatte Malepartus auch nur etwas in Gang gesetzt.
Neunfinger drehte um.
Es half nichts.
Er brauchte einen Plan. Und er brauchte Unterstützung.