Gähnende Leere - Teil 12

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Neunfingers Kiefer mahlten. Dornwyl lag in Trümmern, verrottende Leichen lagen herum. Zum Glück stanken sie kaum noch. Seltsamerweise hatten sich keine wilden Tiere über die Körper hergemacht. Neunfinger schloss die Augen, lauschte.
Nichts. Keine Vögel, auch sonst war ausser seinen Männern wenig zu hören.
Aber das mochte an der Klamm liegen. Hier lebte ohnehin nicht viel.
Er schaute sich um. Die wenigen Häuser und Hütten die sich an die Wände der Klamm schmiegten waren kaum bewohnbar. Einzig der Niffel schoß in seinem engen Bett vorbei als sei nichts passiert.
Ein kurzes Stück hinter dem Dorf verengte sich die Klamm auf wenige Schritte. Zwei, höchstens drei Reiter mochten hier nebeneinander passieren. Aber auch nur wenn sie langsam ritten.
Die Wände waren steil, zu steil um sie unbemerkt zu erklettern.
Er wies nach vorn.
„Dort, hinter der Engstelle werden wir unseren Posten aufbauen.“
Mehr musste er nicht sagen. Die Korgoner sassen ab und begannen das Lager aufzubauen.
Nicht mehr lange und niemand würde ohne seine Erlaubnis diese Stelle passieren.
„Sollen wir die Leichen begraben, Euer Gnaden?“
Neunfinger schüttelte den Kopf.
„Nein. Jeder der zu uns will, soll an Ihnen vorbei. Soll sehen was ihm geschieht, wenn er gegen unseren Willen handelt.“
Der Korgoner runzelte die Stirn, schaute sich um, grinste dann.