Gähnende Leere - Teil 11

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Neunfinger hatte seine Erkundungsreise durch die Hinterlassenschaften des Helburgers beendet.
Noch immer war er ratlos was genau geschehen war oder was Malepartus mit seinen Taten beabsichtigt hatte.
Aber darum ging es auch nicht, jetzt war Zeit zu handeln.
Er erhob sich und verließ den Kor-Tempel von Sankt Ireanor.
Draussen warteten bereits seine Korgoner. Einige Söldner hatten die Gunst der unruhigen Zeit genutzt und sich aus dem Staub gemacht. Seinen Segen sollten sie haben. Kor war mit jenen die ihr Leben selbst in die Hand nahmen.
Er hatte Gippelstein und Byderisch entblößt, aber die Orte waren gerade nicht wichtig. Hier in Höllenwall würde demnächst einiges geschehen und er wollte mindestens einen Fuß in der Tür haben.
„Korgoner, ihr wisst dass unser ehemaliger Anführer gegen Kor und die Zwölfe gefrevelt hat. Er hat die Helburg und etliche Dörfer zerstört, seine Familie ausradiert. Ich weiss nicht warum er es tat, aber andere werden kommen um es herauszufinden.
Und sie werden uns vorwerfen ebenfalls gegen die Zwölfe gefrevelt zu haben. Dagegen müssen wir etwas unternehmen.
Deshalb ziehen wir Richtung Helburg. Wir werden dort einen Stützpunkt aufbauen. Dann muss jeder, der die Ruinen der Helburg aufsuchen will an uns vorbei. Und wir behalten die Kontrolle darüber was man über uns verbreiten will.“
Er machte eine Pause. Schaute in die Gesichter seiner Männer und Frauen. Er sah ihr Nachdenken, ihre Zweifel.
Zweifel.
Wenn dies Malepartus einziges Ziel gewesen war, so hatte er gewonnen. So oft wie Neunfinger in den letzten Wochen Zweifel in den Gesichtern der Menschen gesehen hatte, so oft wie er selbst gezweifelt hatte …
„Wir nehmen unser Schicksal selbst in die Hand. So wie Kor es sagt und der Heilige Ghorio gelehrt hat. Also auf, Korgoner!“
Kor-Rufe hallten über den Platz vor dem Tempel. Dann sassen sie auf und ritten Richtung Helburg.