Fremd in der Heimat - Teil 8

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„Ein bisschen mehr Vorsicht könnte nicht schaden“, begann der dieser.
Ganz zu Hartors Erstaunen schien niemand beunruhigt, also beschloss er, ruhig zu bleiben.
„Was hast du getan?“, erkundigte er sich.
„Wer bist du und, viel wichtiger, wer ist das hier?“ Er wies auf den am Boden liegenden leblosen Körper eines Mannes.
Der Neue sah ihn an und antwortete ohne Scheu: „Mein Name ist Nauger, ich bin wie Ihr aus Fremmelshof. Ich habe schon immer ein Gespür für besondere Gelegenheiten gehabt und Menschen beobachtet. Heute, als die Männer vom Feld kamen, bemerkte ich eine Unruhe in ihren Blicken und so eine Art stilles Einverständnis. Also beschloss ich, mich auf das zu besinnen, was ich besser konnte als Ställe ausmisten, und hielt die Augen und Ohren offen. Es war nicht schwer, ihnen hierher zu folgen. Von meinem Beobachtungsposten bemerkte ich jedoch einen weiteren Interessierten, einen Knecht des Bauern. Und gerade, als ihr hier drinnen laut über Aufstand redetet“, er schaute die Anwesenden vorwurfsvoll an ob deren Unvorsichtigkeit, „wollte der sich von dannen machen und offenbar Bericht erstatten.“
„Und da hast du ihn erschlagen?“, rief Ralon entsetzt.
„In seinem jetzigen Zustand schadet er zumindest niemandem! Außerdem wird er‘s wohl überleben …“, wehrte sich Nauger.
„Egal“, unterbrach Hartor den Disput. „Hört auf zu streiten! Dieser Vorfall macht die Angelegenheit nicht einfacher. Auf keinen Fall können wir nun noch länger warten. Aber ich mache bei keinem Aufstand mit! Die Menschen hier sind genauso wenig schuld an unserem Los wie wir.“
„Was sollen wir aber dann tun?“, fragten sie ihn.
„Woher soll ich das wissen?“
„Wenn Ihr es nicht wisst, wer dann?“
Hartor stand in der Ecke, die Augen aller ruhten auf ihm.