Frühlingssturm - Wallbrords Kampf gegen seinen Vasallen

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Dritte Runde des Fußkampfes

Während Wallbrord kurz verschnaufte und sich aus seiner Rüstung helfen ließ, beobachtete er aufmerksam den Kampfplatz, wo gleich der Greifensteiner und dieser Dutlinger, beides Namen bzw. Personen, die ihm wenig bis gar nichts sagten, gegeneinander antreten würden. Der Kampf selbst endete mit einem Sieg Korobars von Alveranswind-Dutlingen. Weitaus wichtiger als der Name des Siegers war für den ehemaligen Marschall aber dessen Kampfesweise: Besonnen und dennoch entschlossen. Nachdenklich rieb Wallbrord sein Kinn, während er sich eine - hoffentlich – passende Taktik für seinen nächsten Gegner zurechtlegte. Im Prinzip hatte der Greifensteiner ihm den Weg vorgegeben, auch wenn ihm dieser etwas zu ungestüm vorgegangen war, um dem Dutlinger wirklich gefährlich werden zu können. Schließlich war es soweit: Korobar und der Vellberger Baron betraten den Turnierplatz, um sich dort miteinander zu messen. Letzterer erhob sein Schwert zum Gruß, verneigte sich knapp und sprach: Rondra mit Euch: Herr Korobar! Möge die Himmelsleuin mit Wohlgefallen auf uns und unseren bevorstehenden Kampf herabblicken." Bei diesen letzten Worten reichte der vormalige Marschall seinem Gegenüber die Hand als weitere Respektsbezeugung.

Auch Korobar verbeugte sich respektvoll. "Rondra auch mit Euch, Hochgeboren. Mögen wir der Herrin Wohlgefallen mit einem guten Kampf vergelten." Nachdem beide Streiter ihre Positionen eingenommen hatten, wurde ihr Zweikampf endlich freigegeben. Sofort ging Wallbrord in die Offensive und setzte Korobar kontrolliert unter Druck. Er setzte bei seinen Hieben, Schlägen und Finten weniger auf einen Klingensturm denn auf harte und präzise vorgetragene Attacken. Zu des Vellbergers gelinder Verblüffung hatte sein Gegner dieser Taktik weit weniger entgegenzusetzen als erwartet, sodaß er für einen Moment versucht war, einen Ausfall zu wagen und Korobar vorzeitig zu bezwingen. Rasch war dieser Gedanke verworfen, zu risikoreich und vorallem unnötig war solch ein Vorgehen. Weit sicherer und gefahrloser war es da doch, seinen in ständiger Verteidigung befindlichen Opponenten zu ermüden und so entweder zur Aufgabe oder einem groben Fehler zu verleiten, was, seiner Meinung nach nicht viel länger dauern dürfte. So erhöhte der Sproß des weidener Herzogenhauses stattdessen den Druck langsam aber beständig, um solcherart die Begegnung möglichst rasch und zugleich für ihn selbst gefahrlos zu einem Ende zu bringen. Es sollte auch nicht allzu lange dauern, bis Korobar, völlig erschöpft vom ständigen Parieren der schweren Angriffe seines Gegners, das Zeichen zur Aufgabe gab und so dieses Aufeinandertreffen beendete.

Wallbrord atmete ein paar Mal tief durch und wandte sich dann mit einem feinen Lächeln wieder seinem verausgabten Gegenüber zu, half diesem auf der - eine Hand in die schmerzende Seite gestemmt - rasselnd Atem holte. Wallbrord sprach mit ungewohnt freundlicher Stimme und einem feinen Lächeln auf den Lippen: "Meine Anerkennung, Ihr habt Euch wacker gehalten und mit ein wenig Übung werdet Ihr es dereinst sein, die mich alten Mann durchs Kampffeld prügeln wird. Nachher werde ich mich mit meiner Gegnerin aus der ersten Runde, Frau Thara, auf einen Humpen Bier treffen. Ich würde mich freuen,wenn ich Euch gleichfalls dazu einladen könnte."

Korobar konnte wenig mehr tun, als nicken. Nach einigen schnappenden Atemzügen schob er kurzatmig hinterher: "Der Ruhm gebührt Euch, Herr Baron und seid gewiss: an Übung werde ich es künftig nimmer mangeln lassen! So sehe ich Euch dann in einer kleinen Weile. Danke für die Einladung." Damit drehte sich der designierte Edle von Mespelbrück um und stapfte - noch immer um Atem bemüht - davon. In Gedanken war er der vorausschauenden Einsicht seiner Gemahlin in diesem Moment vorbehaltlos dankbar. Sein Sohn sollte wirklich nicht sehen, wie der Herr Papa mit putterrotem Kopf und nach Luft schnappend wie ein Fisch auf dem Trockenen seine Niederlage eingestehen musste. Mißmutig verpasste er einem Stein einen derben Tritt und schalt sich im Geiste einen dummen und feisten Faulpelz.

Ein Knappe musste her und zwar bald, am Besten würde er die anwesenden Adligen gleich mal fragen, ob einer von ihnen ein Kind in entsprechendem Alter hatte.

Dritte Runde des Fußkampfes - Die Paarungen

Anfangs zeigt sich deutlich, daß Crevan von der Erfahrung seines Lehrherrn noch immer etwas lernen kann. Zwischenzeitlich gewinnt er etwas den Anschluß, doch gegen Ende durchbricht Connar mit mehreren wuchtigen Schlägen die Deckung des Jüngeren und bezwingt ihn damit.

Wallbrord zeigt sich von Beginn an deutlich überlegen und setzt dann aggressiv alles daran, zügig zu gewinnen. Korobar muß wegen Erschöpfung aufgeben.

Anfänglich hat Aldron die Oberhand, doch mit dem Kampf beweist Travadan immer mehr seine gute Form. Am Ende kann sich der Raukenfelser zwar nicht mehr bewegen vor Erschöpfung, hat Aldron mit dem letzten Hieb aber tatsächlich bezwungen!

  • Celissa Hochwein von der Firunsfeste - Mirl von Mees-Mersingen

Beide Frauen liefern sich ein wechselvollen Kampf, in dem man wirklich gut geführte Attacken in Reihe bestaunen kann. Mirl beweist sich in bester Form und schafft es am Ende, ihre erfahrene Gegnerin zu bezwingen.

Texte der Hauptreihe:
K67. Wallbrords Kampf gegen seinen Vasallen
5. Ing 1030 BF zur abendlichen Boronstunde
Wallbrords Kampf gegen seinen Vasallen
Zweite Runde des Fußkampfes - Die Paarungen

Kapitel 67

Connars letzter Fußkampf im Turnier
Autor:?