Einen Verräter zu fangen - Unterwegs

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Zwischen Torbelstein und Mardershöh im Hesinde 1038 BF

Schnaufend arbeiteten sich vier Pferde die schneebedeckten, langgezogenen Strassenkehren hoch, die von Torbelstein auf die Mardershöh führten. Konnte die Schneehöhe in der Ebene in Fingern gemessen werden, so mass man ihn hier bereits in Handbreiten und in den Höhen des Raschtulswalls würde er zweifellos in Schritten gemessen, sofern die Ferkinas die Musse hätten tatsächlich so etwas zu tun.

Felian schmunzelte beim Gedanken, obwohl ihm eigentlich gar nicht danach war. Seine Gedanken galten der Aufgabe die sie als Vertraute der Krone erwartete und sie galten seiner Begleitung. Er hatte sich anerboten an der Spitze zu reiten. Einerseits konnte damit sein riesiger Wallach den kleineren Pferden der anderen eine Bahn im Schnee stapfen, andererseits konnte Felian dabei seinen eigenen Gedanken nachgehen ohne unhöflich zu wirken. Hoffentlich hatten die Späher des Kronvogts die Spur Perainor von Stippwitz-Sappenstiel bereits gefunden. Felian hatte keine Lust auf eine umständliche Sucherei wie im letzten Ingerimm in Perricum, als er mit einigen Begleitern einem Haffax-Agenten durch ganz Perricum nachjagen musste. Er musste erneut schmunzeln. Immerhin war die Jagd von Erfolg gekrönt gewesen, der Gesuchte war in der Löwenburg einem sichtlich überraschten Anaxios von Ochs in der Löwenburg buchstäblich vor die Füsse gefallen... Ob der Baron von der Viehwiesen ebenfalls mit von der Jagd-Partie war? Felian war sich fast sicher. Anaxios wirkte zwar gelegentlich etwas tatterig und die winterlichen Umstände würden ein Übriges tun, aber sein magisches Handwerk verstand er und in Perricum hatte Feilan von Anaxios einen sehr kompetenten Eindruck gewonnen.

Auch um den Kronvogt machte sich Felian keine Sorgen. Sein Lehensherr war ein schlachtgestählter Veteran und obwohl beide mehr als einmal in derselben Schlacht gegen die Anhänger Borbarads gekämpft hatten, geschah dies noch nie Seite an Seite. Nun gut, es gab immer ein erstes Mal.

Blieb das Dreigespann hinter ihm, welches er nicht einordnen konnte. Von seinem Nachbarn Baduar von Dachsen wusste Felian wenig mehr als dass er Ritter und das Familienoberhaupt derer von Dachsen (Untere Linie) war. Seine entfernte Base Aldare dagegen würde eines Tages das Oberhaupt der Oberen Linie werden und soweit Felian seine wenigen Brocken hiesigen Geschichtswissens verstanden hatte waren sich die beiden Linie nicht eben grün. Tolle Aussichten für ein so heikles Unternehmen.

Blieb der Landvogt der Treiliner Lande in der Baronie Erlenstamm,
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. Die alte Reckin Ederlinde war nicht mehr die rüstigste und es war absehbar gewesen dass ihre älteste Tochter und Erbin solche Pflichten wie die jetzige irgendwann übernehmen würde. Phex sei Dank war Aldare bei ihrer Mutter zu Besuch gewesen und konnte Ederlinde unverzüglich ersetzen. Aber musste sie deswegen unbedingt ihren Gatten mitschleppen? Kordian war Minnesänger und hier waren eindeutig Hände benötigt, die anpacken konnten – Gräflicher Mundschenk hin oder her. Andererseits war Kordian immerhin der Bruder Korganas von Finstersonn, die er vor ein paar Jahren einige Monate lang gefreit hatte. Und falls er nur ein kleines bisschen nach seiner Schwester schlug… Felian schmunzelte erneut.

Abrupt wurde Felian aus seinen Gedanken gerissen, als er die wuchtige Talsperre vor sich auftauchen sah. Er zügelte seinen Wallach, drehte sich zu seinen drei Begleitern um, winkte den Dreien aufmunternd zu und deutete auf die Mauer, die sich quer über das ganze Tal erstreckte und wohinter sich links auf einem Hügel auch bereits die Burg abzeichnete: " Mardershöh – wir sind da!"

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15. Hes 1038 BF zur mittäglichen Praiosstunde
Unterwegs
Einen eigenen Namen

Kapitel 8

Rapport an den Kanzler