Eine Stadtgarde für Hahnendorf 7

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An Darulf von Corish und von Praill, Baron zu Fremmelsfelde

Euer Hochgeboren,

Im Auftrage und Namen des Rates der Stadt Hahnendorf habe ich Euch darüber zu unterrichten, dass die Stadt künftig, entsprechend dem uns verliehenen Stadtrecht, eine eigene Garde aufstellen wird. Wir danken euch für den langjährigen Schutz, den Ihr uns durch Eure Büttel habt zukommen lassen.

Gilborn Welzelin

Stadtmeister der Stadt Hahnendorf.

Gegeben im RONdra 1029BF

Nachdem der Baron den Brief gelesen hatte, befahl er der Burgvögtin Rhenaya von Perainidal, den Stadtmeister umgehend auf die Burg zu bringen.

Praios hatte seinen Stand am Himmel noch nicht weit verändert, als der Stadtmeister ins Büro des Barons gebracht wurde.

"Ah, Welzelin. Erkläre er mir das!", der Baron hob den Brief des Stadtmeisters mit spitzen Fingern hoch.

Dieser knetete nervös seine Hände, "Ähm, Euer Hochgeboren, wie der Brief bereits sagt, ähm…"

"Welzelin, höre er auf zu stottern. Ich bezahle ihn nicht, damit der Rat mir Schwierigkeiten macht. Also, was soll das?", unterbrach der Baron.

"Nun, Helmisch hat diesen Tulamiden mitgebracht, der kein Geld für seine Dienste verlangt. Ich habe versucht, den Rat umzustimmen, aber es gelang nicht."

"Einen Tulamiden?", fragte Baron Darulf ungläubig.

"Ja, ein gewisser Irean ibn Yantur. Er behauptet, der Sohn des alten Gippelsteiners zu sein. Helmisch meinte, er hätte sogar neulich auf dem Boronanger mit dem Vogt gekämpft. Es ging wohl um das Erbe des alten Gippelsteiners…", erklärte Welzelin.

Der Baron starrte eine Weile nachdenklich vor sich hin. Ein Erbe des alten Vogtes? Er konnte sich vorstellen, dass dies Vogt Brasibert nicht passte. Darulf musste ein Schmunzeln unterdrücken. Von Hahnentritt wurde ohnehin etwas anstrengend in letzter Zeit. Vielleicht war es nicht schlecht, ihn ein wenig mit einem Konkurrenten abzulenken. Vielleicht war dieser Konkurrent sogar ein besserer Untertan als von Hahnentritt es war. Und falls sich die Ansprüche dieses Tulamiden irgendwie beweisen ließen, könnte er von Hahnentritt recht einfach ausbooten. "Interessant, interessant."

"Nun gut, Welzelin. Ich denke, wir werden uns einig werden. Wenn die Stadt unbedingt eine Garde will, so soll sie eine haben. Natürlich kann ich nicht einfach auf die Einnahmen verzichten, die Hahnendorf für die Anwesenheit der Büttel an mich entrichtet hat.", der Baron machte eine kurze Pause.

Welzelin schaute recht unglücklich.

"Aber ich denke, wir werden eine Lösung finden. Wir werden dem Stadtrat in Kürze eine entsprechende Mitteilung machen. Ihr könnt gehen, Welzelin."

Der Angesprochene verneigte sich tief und stolperte rückwärts aus dem Zimmer.

Texte der Hauptreihe:
K7. Kapitel 7
15. Ron 1029 BF
Kapitel 7
Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8
Autor: Goswin