Eine Hochzeit kommt selten allein - Auf dem Weg in die Höhle des Luchses

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Irgendwo in der Baronie Bärenau, Anfang Boron 1035 BF:

Yalagunde von Zweifelfels ritt zielstrebig den Weg Richtung Puleth entlang und hing ihren Gedanken nach. Immerhin wusste sie jetzt warum die Schallenberger der Offerte Debreks zugestimmt hatten – es ging um Gold – soviel konnte sie auf Burg Zweifelfels in Erfahrung bringen. Die Hartsteener Ländereien mussten so ausgeblutet sein, dass Felan von Schallenberg sogar bereit war mit dem Gegner seines Verbündeten zu paktieren. Daraus ließe sich doch was machen, dachte sie. In einem anderen Punkt war die Landritterin noch keinen Schritt weiter – wer war es wirklich der im Hintergrund alles eingefädelt hatte? Als sie mit Baron Debrek auf Burg Zweifelfels gesprochen hatte, erzählte er ihr nur voller Enthusiasmus von den beiden Turnieren in Silz und Puleth, die Instruktionen für ihre bevorstehende Reise bekam sie aus der Schreibstube von Burgvogt Brinian von Zweifelfels. Aber auch ihm traute sie nicht so viel Einfluss auf dem Baron zu.

Die erste Station der Zweifelfelserin war dann auch Gut Perainelob. Dort machte sie Vögtin Salina Wilimai von Feenwasser ihre Aufwartung. Die beiden hohen Damen besprachen ausgiebig die momentane Situation in der Baronie Leihenbutt, wobei besonders den Umtrieben des Raubritters Ogdan von Eupel viel Zeit eingeräumt wurde. Nicht nur das der Verräter ebenfalls die Ländereien der Zweifelfeler bedrohte, sondern er bekämpfte mit Waffengewalt auch den Anspruch von Esmer von Zweifelfels auf das Junkertum Euplingen, deren rechtmäßige Erbin sie nach der Entlehnung der Familie Eupel war. So versprach Landritterin Yalagunde der Vögtin von Perainelob sie im Kampf gegen den Schurken zu unterstützen. Zu guter Letzt übergab sie Salina noch ein gesiegeltes Schreiben von Baron Debrek an den Ordensmeister des Zornesordens, wobei es an Yalagunde ein wenig nagte, dass sie den Inhalt des Schreibens nicht kannte.

Ihr weiterer Weg führte sie in die Baronie Bärenau wo sie sich nacheinander mit den Junkern von Krolock und Ibelstein traf. Die Familie Zweifelfels verband mit beiden Junkersfamilien - wie auch zu der alten Baronsfamilie von Bärenau - seit vielen Generationen ein enges Band der Freundschaft, halten doch auch die Krolocks und Ibelsteins die Tugenden Rondras besonders hoch. Lange Zeit hatte sie den ehemaligen Knappen ihres Neffen Baron Gerbald nicht mehr gesehen und so verlief das Treffen mit Junker Wolfhardt von Krolock ausgesprochen herzlich, scherzte man doch über die ein oder andere Anekdote aus der Knappenzeit des Junkers. Ihre anschließende Aufwartung bei Junker Balian von Ibelstein verlief noch erfreulicher als von Yalagunde erwartet, schlug der Junker doch vor seinen Enkel Wolfhelm mit Lechmunde von Zweifelfels zu verloben.

Nun war Yalagunde von Zweifelfels auf dem Weg zu der letzten Station ihrer kleinen Reise – die Baronie Puleth, um dort den Ehevertrag zwischen den Familien Zweifelfels und Schallenberg auszuhandeln. Sie musste innerlich lachen, ausgerechnet sie, die unverheiratete alte Jungfer... Soeben hatte sie den Grenzstein passiert, `Willkommen in der Höhle des Luchses´, dachte sie sich und brande förmlich auf das was nun auf sie zu kam...

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Texte der Hauptreihe:
K2. Auf dem Weg in die Höhle des Luchses
10. Bor 1035 BF
Auf dem Weg in die Höhle des Luchses
Wenn der Luchs mit dem Einhorn

Kapitel 2

Vertragsverhandlungen
Autor: Bega