Eine Baronie zu ordnen - Ein schweres Erbe

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Die Praiosscheibe war bereits hinter dem Zagrosch versunken. Escalia und Irean sassen noch immer in der Halle der Burg und diskutierten. Der Geweihte hatte ihr ausführlich dargelegt, wie es um die Baronie stand.

Baron Darulf hatte ein strenges aber undurchsichtiges Regiment geführt. Irean als sein Vogt hatte mit Müh und Not eine kleine Landwehr auf die Beine gestellt. Doch mit dieser hatte er kaum die Grenzen der Baronie sichern können. Im Süden lag die Grenze zu Almada, doch im Gegensatz zu anderen Baronien, in denen es viele kleine Junkertümer oder Rittergüter gab denen man die Grenzsicherung übertragen konnte, hatte Darulf darauf verzichtet. Gippelstein im Norden lag am Rande des Zagrosch, bewachte den kleinen Bergpass nach Zagbar. Im Südosten lag Hommern, doch die Junkerin dort schien vornehmlich dem Holzhandel verpflichtet. Weitere Güter gab es nicht.

Escalia fuhr mit dem Finger über die abgegriffene, lederne Karte, die sie auf Darulfs Schreibpult gefunden hatte.

“Es braucht also Leute, die meine Grenzen schützen.“

Der Gippelsteiner nickte, “Wenn ihr mich fragt, dann brauchen wir vor allem ein Gut im Süden, welches die Grenze nach Almada schützt. Im Südosten muss die Junkerin von Hommern ihre Grenze zu Halhof sichern. Der Wald im Osten ist ein Problem, es gibt keine Wege. Eindringlinge kämen zwar nur langsam voran, jedoch könnten sie fast unbemerkt bis in die Mitte der Baronie gelangen.“ Escalia nickte, “Gut, ich werde ein Gut im Süden schaffen und mit der Hommeraner Junkerin sprechen. Aber....“ Sie kratzte sich an der Nase. “Warum ist der Wald im Osten ein Problem? Der Halhofer Kronvogt ist sicher nicht mein Freund, aber wird er mich angreifen?“ Der Gippelsteiner schüttelte den Kopf, “Nein, der Halhofer wird kaum angreifen. Die Gefahr könnte aus anderer Richtung kommen. Hab ihr je von den Pfortenrittern gehört?“