Eine Baronie zu ordnen - Der Ruf der Familie

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Irean von Gippelstein schaute der Fremmelsfelder Baronin einen Moment lang in die Augen.

“Wir sollten die Bedingungen meiner Hilfe diskutieren, aber ich sehe keinen Grund, warum wir uns nicht einigen sollten.“

Escalia kniff die Lippen zusammen. “Dann fangen wir mit etwas an, dass mir besonders am Herzen liegt.“

Der Geweihte musterte sie wortlos.

“Ihr lebt mit Ayla zusammen.“, Escalias Worten war nicht genau anzuhören, ob sie Frage oder Feststellung waren.

Der Gippelsteiner antwortete nicht.

Sie räusperte sich, “Meine Vorstellungen mögen euch altmodisch erscheinen, doch als Führerin des Hauses Hahnentritt bin ich für Ayla und ihren Ruf verantwortlich.“

Der Gippelsteiner senkte seinen Kopf. Seine Augen fixierten sie, fast hatte Escalia das Gefühl, er würde gleich wie ein Stier auf sie losstürmen. Sie schluckte.

“Ich verbiete Euch hiermit, weiterhin so mit meiner Verwandten zusammenzuleben. Geht mit Ihr den Traviabund ein!“

Der Kor-Geweihte senkte den Kopf. Einige Momente lang war kein Laut in der Halle zu hören.

“Versteht mich nicht falsch“, begann er dann. “Ich achte die Zwölfe und auch die Mutter Travia. Doch einen Bund in ihrer Kirche ist kaum der rechte Weg für einen Mann wie mich.“

Escalia biss sich auf die Lippen. War sie zu weit gegangen? Ihr war das lose Zusammenleben der Beiden tatsächlich ein Dorn im Auge, aber sie hatte gehofft Irean zu einem Bekenntnis zu Ayla zwingen zu können. Statt dessen sah es nun so aus, als wolle er Ayla verlassen.

“Doch...“, er machte eine Pause, “wenn ihr uns gestattet, einen Bund einzugehen, wie es die Kirche der Rondra den Ihren empfiehlt, dann will ich dies tun.“

Escalia atmete innerlich auf. “So soll es sein.“