Eine Baronie zu ordnen - Auf dem Weg nach Mor'Tres

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Am nächsten Morgen verließ Escaliadie Oberburg. Der Gippelsteiner Kor-Geweihte und Ayla von Hahnentritt warteten bereits im Burghof auf sie.
Nachdem die drei die Burg und Stadt hinter sich gelassen hatten, brachte Escalia das Gespräch auf die Fremmelshofer.
„Ich beabsichtige, für meine alten Untertanen eine neue Siedlung zu gründen.“
Der Gippelsteiner zügelte sein Pferd, „Ihr wollt was?“
Escalia ritt langsam weiter und wartete bis der Geweihte wieder neben ihr ritt.
„Die Leute sind Stadtmenschen, ich kann sie nicht zwingen den Rest ihres Lebens Bauern zu sein.“
Der Geweihte schüttelte den Kopf, „Doch, das könnt ihr, denn ihr seid die Baronin.“
Sie schaute ihm in die Augen, „Ich will es aber nicht.“
Er runzelte die Stirn. „Und wie stellt ihr euch das vor? Wo wollt ihr die Siedlung gründen?“
Escalia hielt an und schaute sich um. Der Strasse machte eine Biegung, ein paar Birken wuchsen am Wegesrand. Das Land hier schien weitgehend ungenutzt.
„Wem gehört das Land hier?“, fragte sie.
Der Geweihte schaute sich um, „Es gehörte einst zur Stadt, ist aber später an den Baron gefallen.“
Escalia klatschte in die Hände, „Perfekt.“
Irean von Gippelstein schüttelte den Kopf, „Ihr könnt doch nicht einfach irgendwo eine Siedlung aus dem Boden stampfen. Wer soll die Siedlung bauen, woher sollen Holz, Steine, Lehm kommen?“
Die Worte dämpften Escalias Fröhlichkeit. „An Holz sollte es nicht mangeln, der Rest wird sich finden. Was denkst Du, Ayla?“
Ayla, die bisher geschwiegen hatte, schaute zögernd in die Landschaft, „Das wird Dich eine Menge Dukaten kosten, Geld dass Du nicht hast.“
Escalia antwortete nicht. Geld war tatsächlich ein Problem. Noch immer hatte sie in Darulfs Unterlagen keinen Hinweis auf seine Finanzen gefunden. Und ohne Geld würde die neue Siedlung wohl kaum entstehen können.
Aber vorerst musste sie sich auf andere Dinge konzentrieren. Heute abend würden sie auf Mor'Tres ankommen und dem Gallsteiner Baron ihre Aufwartung machen. Vielleicht ergab sich dabei ja etwas.