Eine Baronie zu ordnen - Übers Land gen Fremmelsdorf

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Als Irean das Dorf Hommern Richtung Norden verliess, war Escalia nicht wohl. Ihr war bewusst, dass Hommern nahezu von Wald umschlossen war, doch der Gedanke durch diesen Forst zu reiten, gefiel ihr einfach nicht.
Sie versuchte sich das Unwohlsein nicht anmerken zu lassen und schloss wieder zu dem Geweihten auf.
“Erzählt mir von Fremmelsdorf“, verlangte sie.
“Das Dorf ist unsere Kornkammer.“, fasste der Geweihte kurz zusammen. “Während Hommern allein vom Holz lebt, betreiben die Fremmelsdorfer ausschliesslich Ackerbau. Das Dorf ist sehr alt, hat es aber trotzdem nie geschafft, bedeutsamer als Hahnendorf zu werden. Ihr werdet dort wohl keinen leichten Stand haben.“
Escalia nickte.
“Wer hat das Sagen dort?“, fragte sie.
“Es gibt einen Schulzen. Eigentlich sollte dieses Amt vom Baron oder seinem Vogt vergeben werden, doch bereits seit einigen Generationen bestimmen ein paar Fremmelsdorfer Großbauern dieses Amt. Geht also davon aus, dass der Schulze nicht viel zu sagen hat und sich vor schnellen Entscheidungen drücken wird.“
Die Baronin nickte.
Das Gespräch schlief langsam ein. Wieder wurde Escalia der dichte, grüne Wald bewusst, durch den sie ritten. Sie konzentrierte sich und versuchte sich das Ausmaß dieses Waldes vorzustellen. Bis in die Mitte der Baronie reichte der Forst. Unwillkürlich richtete sie sich im Sattel auf.
“Sagt, ist es denkbar, dass Angreifer sich durch diesen Wald schlagen und plötzlich inmitten der Baronie sind?“
Der Geweihte drehte sich überrascht um.
“Ich wüsste nicht, warum das jemand tun sollte, aber denkbar wäre es.“ Die Baronin nickte, “Was machen wir dagegen?“
Irean zuckte die Schultern, “Dagegen lässt sich wenig machen.“
“Denkt darüber nach.“, forderte Escalia.