Ein Staatsrat - Überlegungen aus dem Schlund

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Ein später Sonnenstrahl erhellte das Hopfenzimmer des Wiesenschlösschens als Okoscha noch zwei Biere einschenkte. "Onkel, hast Du gehört, die Königin will einen neuen Staatsrat ernennen!"

Der Graf nahm einen tiefen Schluck und wischte sich den Schaum mit dem Handrücken aus dem Bart. "Habe ich gehört, und ich habe auch gehört, die Erlenstammerin hat tatsächlich diesen Eslamsgrunder Emporkömmling vorgeschlagen ..."

Auch Okoscho setzte den Krug ab: "Was willst Du jetzt machen? Du musst auf jeden Fall jemanden vorschlagen, sonst gilt Höllenwall als der Schlunder Vorschlag. Wie stehen wir denn dann da?"

"Weißt Du Kleine, wen soll ich da nehmen? Wir müssen immer damit rechnen, dass er es dann auch wird. Nettersquell, Erlenstamm, Ruchin schauen nicht gerne über die Grenzen, der Hartsteener fällt weg seit seinen Dummheiten im Norden, und die Familie Ochs ist seit der Arvepassgeschichte in Bezug auf das Kaiserhaus leicht verstimmt. Was ich von meinen Junkern und Edlen halte, weißt Du ja..." Der Graf hob den Krug und hatte ganz vergessen zu pfeifen.

"Was ist mit Onkel Robosch? Der hat Ahnung von Geschäften und auch von der Baukunst, so einen könnten die in Gareth doch gut gebrauchen."

"Und er ist bereits kaiserlicher Stadtmeister. Außerdem ist er ein Hügelzwerg und wird deshalb wahrscheinlich eh nicht genommen, obwohl er eine weise Wahl wäre. Okoscha, du bist ein Goldkind!" Der Graf küste seiner Nichte auf die Stirn und flitzte so schnell es ging zu seinem Schreiber.