Die Pfalzgräfin ruft - Steinfelder Gedanken

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Steinfelde, Tsa 1041 BF

Praiodan faltete das gesiegelte Pergament zusammen und die Sorgenfurchen auf seiner Stirn warfen tiefe Schatten. Langezeit wurde die Stille in der warmen Stube nur durch das Knistern aus dem neuen Kachelofen gestört.

„Schlechte Neuigkeiten?“, erkundigte sich schließlich Halina.

„Wie man es nimmt“, seufzte Praiodan, „Man ruft mich nach Greifenfurt, auf Pfalz Kaiserley und wünscht meine Anwesenheit anlässlich der dortigen Feierlichkeiten, im Namen der Kaiserin.“

„Oh. Was wirst du tun?“

„Folgen natürlich“, der Ritter tippe mit dem Finger auf die Tischplatte, „Mich der Ehre erkenntlich zeigen, dass man mich würdig erachtet, unter den kaiserlichen Farben mein Können zu zeigen. Und selbstverständlich durch meine Taten den Ruhm des Hauses Gareth mehren.“

„Du klingst nicht gerade so, als ob du darüber glücklich wärest“, stellte seine Frau fest.

Der grübelnde Junker zuckte mit den Schultern, doch erinnerte er sich, dass Halina dies ja nicht sehen konnte und ergänzte: „Immerhin gibt es eine große Jagd. Und Helmbrecht braucht endlich eine Frau – da gibt es weit schlechtere Gelegenheiten sich umzutun.“