Die Pfalzgräfin ruft - Bericht an Hinn

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An Praiosmar von Hinn,
 
 
 
 
wie befohlen berichte ich Euch nun aus der Greifenfurter Mark. Die Vorbereitungen für die Lange Jagd sind im vollem Gange und die Kaiserley wirkt wie ein emsiger Bienenstock. Es war mir möglich folgende Informationen zusammenzutragen die Euch von Interesse sein mögen.

Die beiden mächtigen Damen der Mark – Markgräfin Irmenella von Wertlingen und Pfalzgräfin Thargrin von Mersingen können sich auf den Tod nicht ab. Zwischen beiden herrscht regelrechter Hass aufeinander, wie mir ein geschwätziger Höfling nach ein paar Becher Wein zu berichten wusste. Die Pfalzgräfin sieht sich als Auge und Ohr der Kaiserin hier in der Mark und somit als deren höchste Vertreterin. Auch gilt sie als enge und loyale Vertraute der Kaiserin. Man erzählt sich, die Politik der Wertlingen sei der Kaiserin zu eigenständig. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Markgräfin den erblichen Titel einer Fürstin anstrebt. Eine Ungeheuerlichkeit in den Augen der Mersingen. Der Status quo ist der Kaiserin sehr viel dienlicher - mehr Einnahmen und einen doppelten Herrschaftsanspruch hätte sie jedoch, wenn sie als Königin und Kaiserin über der Herrin der Mark stünde. Sprich, wenn Greifenfurt ins Königreich Garetien heimkehren würde – was pikanterweise eine der Forderungen des jungen Fuchses ist. Agiert er also doch nicht gegen die Interessen unserer Kaiserin?

Des weiteren konnte ich beobachten, wie eines Nachts der Lüstern aus den Gemächern der Mersingen kam. Im Gesindel wird getuschelt, die Pfalzgräfin und der Kaiserliche Jagdmeister hätten ein rahjagefälliges Verhältnis. Wer sich was davon verspricht ist mir noch unklar. Vielleicht eine Intrige gegen die Markgräfin?

Ich weiß nicht ob die schreckliche Kunde schon bis zu Euch in den beschaulichen Schlund vorgedrungen ist, aber hier in der Mark treiben Häretiker ihr Unwesen. Die sogenannten Bekenner, eine verbotenen Splittergrupper der Praios-Kirche, wiegelt das einfache Volk auf und treibt sie gar zu Morden gegen den Adel. Erst heute morgen erreichte Kaiserley die Nachricht vom grausamen Mord an den Baron von Feldharsch. Die Umtriebe der Bekenner beunruhigen auch die Pfalzgräfin. Aus diesem Grund hat sie vertrauenswürdige Spezialisten damit betraut, Informationen zu sammeln und diesen ketzerischen Umtrieben den Garaus zu machen. Unter ihnen sind die beiden Geweihten des Praios Praan von Rieperngaum und Answin von Heißwassern, sowie der Krieger Mahelon von Pfiffenstock. Der Markgräfin wirft sie derweil Untätigkeit vor, was ihren ihren Gedanken bestärkt, dass die Wertlingen unfähige Herrscher sind. Was kaum jemand weiß, auch die Pfalzgräfin hat eine „Anklageschrift“ von den Bekennern erhalten und fürchtet nun um ihr Leben, wie mir eine verängstigte Zofe erzählt hat.

So verbleibe ich mit den besten Wünschen. Auf ein baldiges Wiedersehen auf Kaiserly. Bis dahin werde ich weitere Informationen zusammengetragen haben, denn ich bin an einer heißen Spur dran.
 
 
 
 
Hochachtungsvoll,

Wellmar von Alberburg