Die Katastrophe (Al’Katas Pu’ranuth) - Sultaniya

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Im äußersten Süden Brendiltals, irgendwo zwischen Varintal und Feshaven, Anfang Travia 1039 BF

Ein Gespräch auf nebachotischem Tulamidya.

H.: „Ich weiß, mein prächtiger Bruder vom Fels des standhaften Verýn, du bist ungeduldig und deine Skepsis gegenüber mir ist so weise wie es nur einem wahren Fürsten der Nebachosja gebührt. Und ebenso berechtigt und scharfsinnig ist deine Frage danach warum ich dich nochmals um eine Audienz bat. Jetzt wo der große Eslam gegangen ist, sein Erbe verschwunden und der schlitzohrige Martok diese Situation dankend annimmt.“

A.: „Mach mich nicht warten mit schönen Worten, ich kenne deines ehrwürdigen Vaters spitze Zunge und ich weiss um dein Erbe dieser. Was willst du damit andeuten? Sollte ich doch eher dir mistrauen? Du redetest von Verbündeten, doch vielleicht war die kleine Mordhure auf Eslams Schoß ihr Werk oder gar deins.“

H.: „Ein kluger Schluß und doch weise ich ihn von mir, großer Bluthund, den selbst die stärksten Ketten nicht binden. So möchte ich dich an unser letztes Gespräch erinnern. Mitnichten war es mein Verlangen gegen den großen Eslam für unseren Traum zu reiten, sondern mit ihm. Mit Eslam wären unsere jetzigen Namen in die Unsterblichkeit auch auf Dere geritten und wir wären IHR immer näher gekommen. Und so wurde auch ich um diesen Stoff der Legenden macht beraubt. Aber offensichtlich gibt es Kräfte die träumen wie wir, nur sind dies gänzlich andere Träume. Träume die unserem zu wider sind. Ich weiss nicht wer diese Kräfte sind, die sich unserem Nebachot entgegenstellen. Sind es die Raulschen, die schon meinen Vater, die Rothände, die Schurrs und Kollbergs zu Fall brachten um sich Stück für Stück wieder zu nehmen was unser ist? Vielleicht fällten sie den großen Eslam, weil sie um seine Stärke wussten, genau wie um die Simolds?“

A.: „Simold? Ich war dabei als er starb, ehrenhaft, im Kampf, voller Stolz. Er fällte einen Troll bevor er selbst dem Kampf erlag. Da waren keine Raulschen. Statt dessen hinterließ er uns ein großes Vermächtnis.“

H.: „Und doch können sie seinen Tod mit verschulden. Waren sie es doch die Simold in die tiefe Sinnkrise rissen, mit all den Hindernissen die sie ihm und unserem Volk in den Weg legten. Eine Sinnkrise die ihn letztlich in die Zacken führte und wer weiss, vielleicht war es auch kein Zufall, dass der Troll der Simold in die Knie zwang dort war?! Und so gilt es sein Vermächtnis jetzt zu schützen. Denn einerlei wer hinter all diesen Ereignissen steckt, ob die Raulschen, der Schandmarschall – wie viele schreien - oder wiederum andere, offensichtlich ist dass der große Krieger Martok phexischer ist als man es ihm zutraut und der große Nutznießer des Ganzen. Vorallem des Verschwindens Caihyns. Selbst wenn er nicht mit anderen unter einer Decke steckt, er handelt auf ganz eigene Faust. Und ob du oder ich oder gar Nebachot eine Rolle dabei spielen ist nicht gewiss. Bedenke er ist keiner von uns. Er trägt das raulsche Blut seiner Mutter in sich, er kann die Liebe zu Nebachot nicht so fühlen wie wir. Er wird uns nicht verstehen und das wichtigste ist, er ist nicht so stark wie sein Vater, aber clever genug um das „zufällige“ Verschwinden seines Neffen für sich zu nutzen. Glaub mir Bruder, da geht etwas nicht mit rechten Dingen vor. Und WIR können das richten. Der Zeitpunkt von dem ich bei unseren ersten Treffen sprach, er ist jetzt! Ich habe hunderte unter Waffen, sie rasseln mit den Säbeln und unsere Geschwister streiten sich, wir können wieder Ordnung in die Sache bringen und unseren Traum, IHREN Traum zu der Bestimmung werden lassen die sie ist. Wir wären Fürsten, mein Bruder, Fürsten! Du bist der Al’Shuar, ich der Al’Hatim. Und unsere Kinder könnten Sultane sein.“

A.: „Deine Zunge ist noch spitzer und verführerischer als die deines Vaters, mein Bruder. Alles was du sprichst ist die vollendete Verheißung. Doch selbst wenn ich Dir helfe, es werden uns nicht alle Brüder und Schwestern folgen, egal wie zerstritten sie gerade sind. Mein Bruder folgt mir wohin ich will und mein Vetter würde uns an den Grenzen nicht schwer behelligen, wenn ich mit ihm spräche.“

H.: „Und so sprich mit ihm, du glaubst nicht wie viele unserer Brüder unsere Hoffnungen heimlich teilen und die anderen streiten um die Reste der Vergangenheit, sie können sich nicht geeint gegen uns stellen, wir sind die Zukunft. Bald werde ich die Grenzen übertreten, wenn Martok am meisten abgelenkt ist, ob mit dir oder ohne dich. Doch ich bin mir gewiss, dass du mit mir sein wirst, so gewiss dass ich dir wieder meine Pläne erläutere. Nicht aus übermässigem Stolz, ich bin nicht der Sohn eines alten Gockels, aber aus dem Wissen heraus dass wir beide um unseren Traum und unsere Kraft wissen. Von daher verlasse ich dich nun, oh erhabener Al’Shuar. Unsere Wege werden sich kreuzen. Auf eine große Zukunft.“

So entfernte sich sein Gegenüber ehrerbietig und Al'Arik konnte ihm nicht mehr entgegnen, dass er sich seiner Sache nicht so sicher sein sollte und er sehen würde ob er sich ihm entgegenstellen oder anschliessen würde just in dem Moment wo er die Grenze überqueren würde. Denn entschieden hatte er sich sich schon lange.

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Autor: Jan