Die Katastrophe (Al’Katas Pu’ranuth) - Pforten schließen?

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Südperricum, Baronie Dürsten-Darrenfurt, Junkertum Morganabad, Stadt Morganabad, Gut Pelikanstreu (Pelha’kand), Anfang Boron 1039 BF

In der Stadt der neun Tore, wie die Nebachoten und Baburen sie auch nennen, herrschte aufgeregte Stimmung. Die Siedlung an der Grenze zu Aranien war eigentlich immer recht betriebsam, aber seit Wochen herrschte helle Aufregung. Der Tod des großen Al’Shuars Eslam von Brendiltal hatte viele Menschen vorallem nebachotischer und baburischer Abstammung hierher gespült. Die Gasthäuser waren zum Bersten überfüllt, viele beherbergten Verwandte, überall waren Zelte aufgestellt und die Anzahl der Einwohner für die letzten Wochen beinahe um ein Drittel gestiegen. Das brachte zwar gutes Geld in die Kassen, aber auch einigen Ärger mit sich. Ärger der sich seit den letzten Ereignissen in Haselhain und zuletzt Brendiltal noch vermehrt hatte. Nicht nur in seiner Stadt, dachte Barnhelm, der in Brendiltal selbst nicht dabei gewesen war und jetzt auf dem Balkon seines Anwesens stand, während er auf das Getummel in der Stadt schaute. Aus weiser Voraussicht hatte er nur einen Vertreter geschickt, denn er hatte das Ergebnis kommen sehen. Wie die meisten anderen wohl auch. Gut, dass jetzt in Brendiltal zwei wichtige Familien der Bahr ai Danal sich bis aufs Blut bekämpften, hatte auch er nicht erahnt, aber dass Martok nicht so zu den Pfiffenstock in Haselhain stehen würde wie sein Vater war absehbar gewesen.

Und nun stand er selbst davor dem ganzen Ärger noch mehr Zunder beizumengen. Denn es war nun eindeutig, dass die Zeit der Haselhainer abgelaufen war. Ihr großer Anführer war tot, der nächste Erbe, ein kränklicher Abklatsch der letzten Generationen, der von unzähligen Beratern umgeben war, ihr Schutzherr nun auch gegangen und in der eigenen Baronie begannen sich Tumulte zu erheben. Dort stritten Geschwister gegen Geschwister ganz offen und direkt. Von einigen Orten, vorallem in denen Mitglieder mehrerer Sippen oder gar Stämme lebten, war zu hören dass es sogar schon zu heftigen Auseinandersetzungen mit Verletzten gekommen sei. Die Haselhainer Garden kamen dem zwar hart bei, doch schürte die Vorgehensweise die Konflikte sogar meist noch. Auch dass sich nun Sal von Blutauge nun auch zum Al’Shuar ausgerufen hatte, beruhigte die Lage nicht gerade, denn damit gab es nun schon drei. Und weitere flüsterten schon leise ihre Ansprüche, hiess es.

Und Barnhelm würde mit dem was er alsbald verkünden lassen wollte ebengenau in diese Kerbe schlagen. Was das Chaos vorerst noch mehr schüren würde, dass wusste er. Doch hielt er sich für den richtigen Mann, der daraus letztlich gestärkt hervorgehen würde. Denn hier in Dürsten-Darrenfurt hatten die Raulschen die Oberhand, das erste Mal dass er sich darüber freute. Denn der Konflikt würde sich nicht so harsch auswirken wie in Haselhain und Brendiltal. Er agierte also aus einer komfortableren Situation heraus und konnte in aller Ruhe vorgehen. Er würde dem kränklichen Kind in Haselhain die Fürstenwürde und die des Al’Hatims streitig machen und als Heilsbringer kommen wenn in Haselhain alles zusammenbrach. Dann müssten sie ihn anerkennen. Doch er müsste schnell handeln und deswegen war er selber nicht nach Brendiltal gereist. Denn er musste die Seinen sammeln und schnell Tatsachen schaffen, denn auch aus Weißbarûn und Gerbenwald hatte er schon Gerüchte gehört, dass die dort ansäßigen Familien Lanzenruh bzw. Schurr auf eine oder beide der Würden abzielten. Außerdem musste er seinen Baron vorwarnen und seine Grenzen nach Haselhain zügig „absichern“ damit der Konflikt nicht nach Dürsten-Darrenfurt hinüberschwappte. Dafür würde er ganz uneigennützig natürlich bald Krieger an die Grenze im Osten bewegen. Aber nun galt es den allerersten Schritt zu tun, die Verkündung und Differenzierung von den gefallenen Pfiffenstocks. Der Ärger in den Straßen würde bald noch mehr anschwellen. Er hatte heute Morgen extra noch einige Büttel deswegen berufen lassen.

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Autor: Jan